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11.07.2019

Gefahrguteinsatz bei Fümmelse an der Kreisstraße 69

Am Dienstag, 9. Juli 2019, bemerkte ein aufmerksamer Spaziergänger am Rand eines Feldweges bei Fümmelse - unweit der Kreisstraße 69 - einen blauen Eimer mit dem Gefahrenzeichen eines hoch infektiösen Stoffes. Kurz darauf rief der Mann bei der Polizei an und schilderte seinen Fund.

Nachdem ein Funkstreifenwagen (FuStW) der Polizei Salzgitter/ Peine/ Wolfenbüttel am Unglücksort eintraf und ein Foto von dem Behältnis gemacht hatte, entschlossen sich die Beamten, die Feuerwehr zu einer Beurteilung der Lage hinzuzuziehen.

Daraufhin alarmierte die Integrierte Regionalleitstelle (IRLS) den Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Fümmelse. Glücklicherweise war dem Leitstellendisponenten bewusst, dass der Zugführer des Gefahrgutzuges West als Brandmeister vom Dienst (BvD) in Bereitschaft stand. Deshalb wurde der BvD ebenfalls zur Einsatzstelle an der K69 alarmiert.

Der Ortsbrandmeister sowie der Brandmeister vom Dienst entschlossen sich vor Ort dazu, den stellvertretenden Stadtbrandmeister ebenfalls anzufordern. Da unklar war, um welchen Stoff es sich nun genau handelte und ob dieser eine Gefahr für Menschen sowie die Umwelt darstellte, erfolgte kurze Zeit später die Alarmierung „Gefahrstoff Land“.

So kam es dazu, dass sich nun der Gefahrgutzug sowie der Fachzug „DekonMess“ des Brandabschnitts West auf den Weg nach Fümmelse machten. Zudem wurde der Leiter der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das Umwelt- sowie das Gesundheitsamt und das Schadstoffmobil der Abfallwirtschaft Wolfenbüttel alarmiert.

Nachdem die ersten Feuerwehrfahrzeuge, die extra für solche Gefahrgutszenarien konzipiert waren, am Einsatzort eintrafen, wurde umgehend ein Zelt zur Unterbringung der Feuerwehrmänner, die ausgerüstet mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) den Gefahrenbereich betreten sollten, eingerichtet. Kurze Zeit später traf der Fachzug „DekonMess“ am Unglücksort ein. Dieser baute den sogenannten "Dekontaminationsplatz" auf. An diesem Platz wurden die im Gefahrenbereich arbeitenden CSA-Träger vom unbekannten Stoff dekontaminiert.

Um nun Herr der Lage zu werden, musste ein Trupp - ausgerüstet mit Chemikalienschutzanzügen - in die Gefahrenzone vordringen und den genauen Standort des noch unbekannten Stoffes markieren. Ein weiterer CSA-Trupp rückte mit einem Überfass zur Fundstelle an und verlud das Behältnis. Außerdem wurde das Überfass sowie die Umgebung gereinigt.

Nachdem das Desinfektionsmittel eingewirkte, verfrachteten die Retter das Fass auf das Schadstoffmobil der Abfallwirtschaft Wolfenbüttel. Somit war die Gefahr gebannt und die Arbeit für die eingesetzten Kräfte fast vorbei. Nun galt es lediglich, die aufgebauten Zelte sowie die gesamte Einsatzstelle wieder abzubauen. Gleichzeitig wurde die SEG zur Verpflegung der Einsatzkräfte alarmiert, wodurch sich alle Helfer nach dem Einsatz eine Bockwurst abholen durften.

Einsatzleiter Marco Dickhut merkte an, dass bei einem Einsatz dieser Art die Eigensicherung an erster Stelle stünde. Niemand solle gefährdet werden. Außerdem stellte das unwegsame Gelände die Feuerwehr auf die Probe.

Gleichzeitig danke Dickhut allen Einsatzkräften für die gute Zusammenarbeit untereinander. "Danke an den DRK Rettungsdienst Wolfenbüttel, der das Desinfektionsmittel zur Verfügung stellte". Die K 69 musste wegen der Bergungs- und Aufräumarbeiten zwischen dem Ortsausgang von Fümmelse und der Bundesstraße 248 von 16.30 Uhr an bis etwa 22 Uhr komplett gesperrt werden.

Vor Ort waren folgende Feuerwehren: Ortsfeuerwehr Fümmelse, Ortsfeuerwehr Wendessen, Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel, Freiwillige Feuerwehr Heiningen, Freiwillige Feuerwehr Börßum, Freiwillige Feuerwehr Barnstorf, Ortsfeuerwehr Apelnstedt, Ortsfeuerwehr Evessen, Ortsfeuerwehr Ölber, Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises Wolfenbüttel.

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