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26.11.2019

„Bürgerinformation Bauch­me­di­zin“ klärte über Divertikel auf

Im Rahmen der Reihe „Bürgerinformation Bauchmedizin“ luden die Mediziner des Darmzentrums des Städtischen Klinikums jüngst alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein. Im Fokus der Patienteninformationsveranstaltung standen dieses Mal die sogenannten Divertikel.

Was kompliziert klingt, ist im Prinzip einfach erklärt: Bei Divertikeln handelt es sich um kleine ballonförmige Ausstülpungen der Darmschleimhaut. Viele Menschen tragen Divertikel, ohne es jemals in ihrem Leben zu merken. Bei anderen können sich diese wiederum entzünden und somit zu Schmerzen und Komplikationen führen. „Relevante Erkrankungen können unter anderem eine Entzündung der Divertikel oder gar der Bruch des Darms mit anschließender Bauchfellentzündung sein“, erörterte Prof. Kinan Rifai, Chefarzt für Gastroenterologie am Städtischen Klinikum. Im Falle von Bauchschmerzen sei daher die exakte Diagnostik und differenzierte Therapie zum Wohle des Patienten interdisziplinär, also fachübergreifend, zu führen.

Dafür stehen die Mediziner des Städtischen Klinikums in regelmäßigem Austausch über die Patienten. „Oftmals gleichen sich die Beschwerden unserer Patienten“, berichtet Rifai. Viele würden über Blähungen, Verstopfung oder Schmerzen im Unterbauch klagen. Sind Divertikel die Ursache, kann es sein, dass sich diese entzündet haben. In diesem Fall spreche man von einer Divertikulitis. Detailliert ging der Chefarzt auf die Entstehung, Risikofaktoren und die entsprechende Behandlung der Erkrankung ein. „Es ist vor allem wichtig, andere Erkrankungen wie Krebs im Vorfeld auszuschließen“, erklärte der Bauchmediziner, was jedoch nicht heiße, dass Divertikel das Risiko für Krebs erhöhen würden.

„Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich im Darm Ausstülpungen bilden. Jeder zweite der über 70-Jährigen hat sie statistisch betrachtet“, erörterte Dr. Mark Jäger, Chefarzt für Viszeralchirurgie am Städtischen Klinikum Wolfenbüttel. Sollte im Verlauf einer Divertikulitis eine Notoperation vorgenommen werden müssen, so sei sein Team gefragt. Anschaulich stellte der Chefarzt die Abläufe einer entsprechenden Operation dar und ging dabei auch auf individuelle Risikofaktoren ein.

Abschließend nutzten die rund 130 Gäste des Abends die Chance ihre Fragen an die Chefärzte zu richten.

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