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03.12.2019

"Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist"

Für Sonntag, 8. Dezember 2019, ist die öffentliche Verlegung von zehn weiteren Stolpersteinen in Wolfenbüttel geplant. Das von Gunter Demnig vor mehr als 20 Jahren entwickelte Kunstprojekt ist heute mit rund 70.000 Stolpersteinen in 24 Ländern eines der größten dezentralen Denkmäler Europas.

Bisher erinnern in Wolfenbüttel 104 Messingtafeln in Form von Pflastersteinen an das Schicksal der Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Selbstmord getrieben wurden.

Mit der anstehenden Verlegung wird die Erinnerung an weitere zehn Männer, Frauen und Kinder wachgehalten, die in Wolfenbüttel ihren letzten, freiwillig gewählten Wohnort hatten.

  • 15 Uhr | Salzdahlumer Straße 56 Martha Grünberg
  • zirka 15.30 Uhr | Dr. Heinrich-Jasper-Straße 12 Rosa Hirsch, Siegfried Weiler, Rosa Weiler
  • 16 Uhr | Lange Herzogstraße 46 Bernhard Sonnenberg, Sara Sonnenberg, geborene Goldberg, Johanna Goldberg, Harri Sonnenberg, Martha Sonnenberg, geborene Levi, Ruth Sonnenberg

Die Stolperstein-Verlegungen in Wolfenbüttel wurden 2001 von Jürgen Kumlehn und Dr. Kristlieb Adloff initiiert und bis 2017 betreut. Danach hat sich ein Arbeitskreis aus ehrenamtlich Aktiven gebildet, der das Schicksal von verfolgten Menschen erforscht und die Verlegungen vorbereitet. Außerdem sind Schulen an der biografischen Recherche und Gestaltung der Verlegung beteiligt. Die Kosten für die Herstellung und Setzung einer Metallplatte betragen 120 Euro, die komplett über Spenden finanziert werden. Wer sich an diesem Erinnerungsprojekt beteiligen möchte, kann sich in vielfältiger Weise, zum Beispiel auch über eine Putzpatenschaft einbringen.

Nach der Verlegung finden Interessierte ausführliche Texte zu den oben genannten Personen unter www.stolpersteine-wolfenbuettel.de.

Kontakt

Stolperstein-Arbeitskreis
c/o Stadt Wolfenbüttel