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12.03.2020

Baumpflanzaktion der Stadt im Frühjahr

Am Montag, 9. März 2020, begannen Nachpflanzarbeiten im gesamten Stadtgebiet, in den Ortsteilen, sowie die Neupflanzungen in den Baugebieten „Südlich Salzdahlumer Straße“ und „Östlich Fallsteinweg“. Neben Sträuchern und Bodendeckern werden 84 Bäume gepflanzt, darunter 37 sogenannte „Klimabäume“.

Straßenbäume an innerstädtischen Standorten stehen häufig unter Stress: zu kleine Baumscheiben, unzureichende Entwicklungsmöglichkeiten für die Wurzeln als auch die Kronen, ungeeigneter und/oder verdichteter Boden, Luftmangel, Trockenstress, Schadstoffemissionen und in der Folge auch häufig Schädlingsbefall sind nur einige Faktoren, die das Leben eines Baumes in der Stadt erschweren. Zu diesen ohnehin schwierigen Situationen kommen die Folgen der Klimaveränderung. Sie zeigen sich in höheren Lufttemperaturen, die in der Stadt noch mal acht bis zehn Grad höher liegen können als im Umland, immer länger anhaltende Trockenperioden, mehr Starkregenereignisse und Stürme. Die Konsequenz daraus ist, dass ein tiefgreifender Wandel in der Baumartenwahl notwendig ist, wenn auch in Zukunft in unseren Städten ein gesunder und gut entwickelter Straßenbaumbestand gewünscht ist. Die Wohlfahrtswirkungen der Bäume sowohl auf das Stadtklima als auch auf die Psyche der Bewohner sind allgemein bekannt und im Grunde unverzichtbar, wenn unsere Städte weiterhin lebenswert bleiben sollen.

Die Frage welche Baumarten in Zukunft gepflanzt werden sollen, beschäftigt das Tiefbauamt/Abteilung Grünflächen seit langem. Um hier zuverlässige Angaben zu bekommen, finden seit Jahren in verschiedenen Forschungs-Institutionen und Verbänden Versuchspflanzungen statt, deren Ergebnisse in der sogenannten Straßenbaumliste der GALK (Gartenamtsleiterkonferenz) zusammengetragen werden. Das „neue“ Sortiment umfasst vor allen widerstandsfähige, zähe und trockenheitsverträgliche aber dennoch winterharte Arten. Einige stammen aus Südost-Europa, wo heute schon die Klimabedingungen herrschen, wie sie für bestimmte Gegenden in Deutschland für die nächsten Jahrzehnte prognostiziert werden. Zu den neuen Baumarten gehören der Eisenholzbaum (Parrotia persica „Vanessa“), der Amberbaum (Liquidambar styraciflua in neuen Sorten), der Ginkgobaum (Ginkgo biloba in neuen Sorten) und der Schnurbaum (Sophora japonica „Regent“) sowie die Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia). Diese Baumarten kommen in den Baugebieten „Südlich Salzdahlumer Straße“ sowie „Östlich Fallsteinweg“ zum Einsatz. Ergänzt werden diese durch die Pflanzung von Feldahorn und frühen Zierkirschen welche auch als Bienennährgehölz eingesetzt werden.

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