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07.05.2020

MATTHIAS Cheese­cake-Manu­faktur auf dem Wochen­markt

Käsekuchen ist eine alte Spezialität. Schon die Griechen schätzten es, wenn Quark mit Eiern, Milch und Zucker verarbeitet und gebacken wurde. Der Philosoph Sokrates soll ihn geliebt haben. Deshalb trampelte seine missgünstige Ehefrau Xanthippe wohl bei einem ihrer typischen Zornesausbrüche darauf herum. Bei Anne Wolpers von „MATTHIAS Cheesecake Manufaktur“ geht es deutlich ruhiger zu.

Jedenfalls hinter dem Tresen. Davor ist eigentlich immer etwas los. Käsekuchen heißt hier Cheesecake, ist aber dennoch auf Quarkbasis hergestellt – Kenner wissen natürlich, dass man bei der amerikanischen Version lieber Frischkäse verarbeitet – und seit einigen Wochen bietet die junge Frau ihre Backwerke auch auf dem Wolfenbütteler Wochenmarkt an. Die Manufaktur befindet sich in Königslutter.

Erst Kundin – dann Produzentin

„Bei der Landbäckerei Tolle haben wir ein richtig professionelles Umfeld, wo wir unsere Kuchen zubereiten und backen können“, verrät Anne Wolpers. Es ist noch gar nicht lange her, seit sie die „Cheesecake Manufaktur“ übernommen habe, erzählt sie. Seit vier Jahren schon ist die Adresse auf Wochenmärkten der Region bereits ein Begriff.

Mit der Übernahme profitieren nun auch die Marktbesucher der Lessingstadt von den Erfahrungen der frisch gebackenen Selbstständigen und ihrer Mitarbeiterin. „Fabienne war schon bei Matthias mit dabei und sorgt für Kontinuität. Dank ihr war der Start deutlich leichter“, verrät Anne. Aber wie kam es zur Geschäftsaufnahme? Anne Wolpers sei eigentlich Kundin gewesen, viele Jahre, berichtet sie schmunzelnd.

Mehr Abwechselung

„Zum Frühstück habe ich den Cheesecake geliebt. Und als Matthias das Geschäft aufgeben wollte, da habe ich mir gedacht: So etwas darf nicht aufhören“, erzählt sie. Während des Gesprächs am Stand sind Kunden aufmerksam geworden, erkundigen sich und nehmen gleich etwas aus dem Angebot mit: ganz klassisch, mit Mohn oder in einer der zahlreichen Varianten. Die Buttermilchwaffeln, neu im Sortiment, seien schon aus, meint sie bedauernd.

Mit dem Backhandwerk oder der Konditorei hat Anne Wolpers bisher nur als Hobby zu tun gehabt. Aber etwas in der Art, muss ihr wohl schon immer vorgeschwebt haben. „Nach der Schule stand ich vor der Entscheidung: Studium oder Gastronomie. Ich habe mich für das Studium entschieden“, erinnert sie sich. Es sei eine gute Entscheidung gewesen. Dennoch könne sie sich nicht vorstellen, bis zur Rente ausschließlich am Schreibtisch zu sitzen.

Altbewährtes und saisonale Spezialitäten

„Ich muss raus und etwas mit Menschen machen“, erklärt sie. Da kam ihr die Übernahme des Projektes, an dem sie jetzt mit viel Leidenschaft arbeitet, gerade recht. Nun sei ihre Woche wirklich abwechslungsreich: Die erste Hälfte ist sie weiterhin im Büro tätig, in der übrigen Zeit geht es in die Backstube und auf die Märkte der Region.

Neben den bewährten Rezepten soll es in Zukunft immer etwas Saisonales geben. Das bedeutet: eine Abwandlung des Klassikers mit Früchten der Saison oder auch ganz andere Backwerke wie Quarkbällchen oder eben Waffeln. Verpackt werden die Kuchen, die es in groß und klein gibt, in ansprechende Kartons, sodass die süße Leckerei auch den Transport nach Hause überlebt.

Eine Bereicherung für den Wochenmarkt

Für den Wolfenbütteler Wochenmarkt ist der Stand eine echte Bereicherung, und sie wurde von den Wolfenbüttelerinnen und Wolfenbüttelern schon gut angenommen, freut sich Anne Wolpers. Käsekuchen ist eben eine feine Sache: für Philosophen und den Rest der Welt. Die süßen Kreationen sind eine gute Einstimmung auf das Wochenende.


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