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07.07.2020

Mit der App immer erreichbar

Seit März unterstützt Frederike Schwieger das Team der Flüchtlings- und Migrationshilfe des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel. Zwei Wochen, nachdem Frederike Schwieger ihre Stelle beim Deutschen Roten Kreuz angetreten hatte, änderte die Covid19-Pandemie alles. Dank der App Mbeon konnte sie trotzdem in die Beratung von Zuwanderern und Spätaussiedlern einsteigen.

Als „Wolfenbütteler Gärtnerkind“ ist Frederike Schwieger mit der Stadt und dem Landkreis sehr vertraut. Sie studierte Soziale Arbeit an der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel, ihr Anerkennungsjahr absolvierte sie in der stationären Jugendhilfe der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung. „In der ganzen Zeit hätte ich aber nie gedacht, dass mein neuer Arbeitsplatz quasi direkt gegenüber, im Integrations- und Therapiezentrum (ITZ) des DRK auf dem Exer-Gelände, sein wird“, erzählt die 25-Jährige. Anfang März konnten Aline Gauder und Charlyn Müller sie im Team der DRK-Flüchtlings- und Migrationshilfe begrüßen. Gleich nach Beginn ihrer Tätigkeit musste die Beratung unterbrochen werden. „Aufgrund des aktuellen Problematik“, erklärt Müller. Und ergänzt: „Allerdings arbeiten wir in der Migrationsberatung von Erwachsenen schon länger mit der kostenfreien App Mbeon. So können wir auch in dieser Zeit den Kontakt zu vielen unserer Klienten aufrecht halten.“ Die App ist durch das Innenministerium des Bundes gefördert und ermöglicht, mit einer qualifizierten Fachkraft der Migrationsberatung über eine sichere Verbindung zu chatten. Zudem bieten die Kolleginnen telefonische Beratung an und pflegen Kontakte mit Beratungssuchenden per Videochat.

„Für meine Einarbeitung war das anfangs eine große Herausforderung, aber durch die Nutzung dieser Medien ging alles schnell voran“, erzählt Schwieger. Auch ihre Qualifizierung zur Beratungsfachkraft für Mbeon konnte sie durch Webinare und Onlinekurse abschließen. Der persönliche Kontakt zu Kollegen, auch zu den aus anderen Fachbereichen des DRK, sei ihr sehr wichtig. Genauso die Gespräche mit Beratungssuchenden in einem vertrauensvollen Umfeld.

Mit den gelockerten Kontaktbeschränkungen haben sie und Müller begonnen, ein Hygienekonzept für die persönliche Beratung zu erarbeiten. Denn manches lasse sich besser von Angesicht zu Angesicht besprechen, gerade wenn Sprachbarrieren bestehen sollten. Das Angebot der Flüchtlings- und Migrationshilfe umfasst sowohl die Unterstützung auf der Suche nach einem Deutschkurs oder einer Wohnung, als auch Hilfestellungen bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen und vieles mehr. Zur Zielgruppe der vom Innenministerium des Bundes geförderten Beratung gehören Zuwanderer ab 27 Jahren, die bereits anerkannt sind, eine gute Bleibeperspektive haben oder als Familiennachzügler gelten.

Schwieger: „Es ist schön, dass sich die Lage zunehmend verbessert und dass Beratungskunden auch wieder zu uns ins Haus kommen können. In jedem Fall freue ich mich auf die Herausforderungen der nächsten Jahre und ich möchte mit daran arbeiten, inklusive Strukturen zu entwickeln, damit auch wirklich alle Bürger in Stadt und Landkreis sich willkommen fühlen und sich als Teil der Gesellschaft erleben dürfen.“


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