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23.10.2020

Wanderpokal an Gabi Schumpe

Im historischen Ratssaal fand am heutigen Freitag die Pokalübergabe zur Wolfenbütteler Boule-Meisterschaft statt. Dies war coronabedingt eine Premiere – und eine Premiere gab es auch beim neuen Titelträger: Mit Gabi Schumpe gewann bei der achten Auflage dieses Turniers erstmals eine Frau.

Dies fand auch Bürgermeister Thomas Pink bemerkenswert. Er hatte den Wanderpokal 2013 für die neu geschaffene Stadtmeisterschaft gestiftet. "Heute bin ich sehr froh, dass das Turnier wieder stattfinden konnte." Anfang September waren die Zahlen der Corona-Infektionen zum Glück nicht so hoch gewesen wie Monate vorher und Wochen später. "Ich hoffe sehr, dass alle Teilnehmer viel Freude auf der Bahn am Solferino gehabt haben", sagte Pink. "Es ist gut, in diesen Zeiten überhaupt noch Veranstaltungen dieser Art zu haben."

Turnier-Organisator Peter Hausen unterstrich, dass gerade beim Boule an der frischen Luft nur geringe Infektionsgefahr bestehe, "und die Abstände lassen sich ganz leicht einhalten". Er zeigte sich allerdings etwas enttäuscht von der Teilnehmerzahl, die diesmal bei 18 lag. "Natürlich hatte auch das mit Corona zu tun, aber in unseren besten Jahren hatten wir 35 Starter."

In diesem Jahr gab es nur zwei Frauen im Feld, von denen eine promt gewann: Gabi Schumpe ist 67 Jahre alt und deutete schon im vorigen Jahr ihre Qualitäten an, als sie Vizemeisterin wurde. "Wir haben eine eigene Boule-Bahn im Garten", erzählte sie im Ratssaal von besten Trainingsbedingungen. "Dort spielen wir gern mal mit unseren Gästen eine entspannte Runde." Während sie im Turnier erst über einen Umweg in die Endrunde kam, stieß Ehemann Adrian Schumpe auf direktem Weg ins Finale vor – am Ende wurde er Vierter. Das gleichaltrige Pärchen ist noch überaus ehrgeizig: "Wir haben bisher an allen Stadtmeisterschaften teilgenommen", unterstrich die neue Titelträgerin, deren Name bereits auf dem Wanderpokal eingraviert wurde.

Während sich der Bürgermeister bei Peter Hausen für die jahrelange ehrenamtliche Arbeit zur Vorbereitung und Durchführung des Turniers bedankte, gab dieser den Dank an Corina Bornecke weiter. Die Geschäftsführerin im DRK-Solferino sorgt mit ihrem Team als Sponsor für die Verpflegung der Teilnehmer und verköstigte auch die Zuschauer. "In diesem Jahr haben wir lange gesprochen im Vorfeld", erzählte sie jetzt im Ratssaal. Es ging darum, die Gefährdung bei dieser Open-Air-Veranstaltung abzuwägen. "Jetzt bin ich aber froh, dass wir es gemacht haben – und 18 Teilnehmer finde ich vor diesem Hintergrund gar nicht so schlecht."

Im Übrigen werde die öffentliche Boule-Bahn neben dem Solferino am Exer hervorragend angenommen, berichtete sie. "Da sind ständig Spieler drauf, und ich habe den Eindruck, die bereiten sich langfristig auf die nächste Stadtmeisterschaft vor."

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