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06.11.2020

Wolfenbütteler Einzelhandel: Persönliche Nähe trotz Abstand  

Die Corona-Krise stellt auch für den Wolfenbütteler Einzelhandel eine immense Herausforderung dar. Geschäftsschließungen während des ersten Lockdowns, allgemeine Kaufzurückhaltung in den vergangenen Wochen und Monaten und natürlich die großen Online-Händler machen den Händlern das (Über)Leben schwer.

IWW-Vorsitzender Jens Kalweit und Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink wenden sich daher an die Bürgerinnen und Bürger, um zum einen an deren Solidarität zu appellieren, aber auch um aufzuzeigen, dass der Handel vor Ort mehr zu bieten hat, als der eine oder andere vermutet.

„Ein velfältiger Einzelhandel macht Wolfenbüttel und seine Umgebung lebendig und lebenswert. Und er ist ein großer Vorteil für die hier lebenden Bürgerinnen und Bürger. Die Corona-Krise hat dies einmal mehr belegt“, sagt Bürgermeister Thomas Pink. Denn wer hat in der Corona-Krise funktioniert? Es war der Einzelhandel vor Ort. Trotz geschlossener Verkaufsräume wurde die Versorgung durch eigene Lieferangebote aufrecht erhalten. „Es hat mich tatsächlich beeindruckt, wie schnell im März auf die veränderten Umstände reagiert wurde. Da wurden sofort Alternativen über soziale Netzwerke und Apps angeboten. Innerhalb von drei Tagen hat das Vorstandsteam die Facebook-Seite #Wolfenbüttelhandelt ins Leben gerufen. Hier können sich die inhabergeführten Geschäfte den Bürgerinnen und Bürgern vorstellen. Während des Lockdowns wurden Lieferungen am selben Tag für Kunden organisiert, Händler haben gemeinsame Geschenkideen zum Muttertag und zu Ostern entwickelt. In kurzen Videobeiträgen wurden die Geschäfte und deren Produkte vorgestellt. Die durchweg positive Resonanz hat uns bestärkt, dass Projekt für Wolfenbüttel weiterzuführen – während der hochgelobte Online-Handel nicht liefern konnte oder deutlich überhöhte Preise verlangte“, erinnert sich der Bürgermeister. Schon damals hatte er die Bürgerinnen und Bürger gebeten, die lokalen Angebote zu nutzen – lokal kaufen als Zeichen der Solidarität. „Gerade das Thema Zusammenhalt ist in Zeiten wie diesen enorm wichtig. Nur gemeinsam können wir die momentanen Herausforderungen bestehen. Und dies schließt auch die Unterstützung des heimischen Gewerbes ein, wo dies möglich ist“, betont Pink.

Jens Kalweit, Vorsitzender der Initiative Wirtschaft Wolfenbüttel (IWW) freut sich über das Lob und die Unterstützung des Bürgermeisters. „Wir Händler wissen, dass es die Verlagerung der Umsätze des Handels in das Internet schon länger gibt und dass die Krise des lokalen Einzelhandels tiefer liegt, aber Corona hat diese Entwicklung nochmals beschleunigt. Allerdings hat es auch gezeigt, dass wir lokalen Händler uns sehr schnell an die neue Situation anpassen konnten. Wir konnten und können persönliche Nähe bieten, auch wenn Abstand das Gebot der Stunde ist“, erklärt Kalweit. Kurze Wege, individuelle Beratung und umfassenden Service bieten die großen Online-Händler mit ihren Chatrobots in der Regel nun einmal nicht. Verfügbare Ware ist so auch schneller erhältlich, kann vor Ort ausprobiert werden, da auf den Versandweg verzichtet werden kann. „Und wenn es die Lage erfordert, können auch wir lokalen Händler schnell Bestellungen per Telefon oder über das Internet entgegennehmen“, ergänzt der IWW-Vorsitzende. Für die Weihnachtseinkäufe laute daher das Motto „Runter vom Sofa und mit Liebe und Herzblut von den Einzelhändlern der Stadt beraten lassen“.

Auch die Stadt möchte dafür sorgen, dass in der Wolfenbütteler Innenstadt die Vorfreude auf Weihnachten aufkommt und wird in diesem Jahr die Weihnachtsdekoration besonders üppig ausfallen lassen. „Entdecken Sie beim Bummeln durch die Innenstadt neue Lichtinstallationen, besondere Fotospots und hunderte geschmückte Weihnachtsbäume und lassen Sie sich vom Lichterglanz verzaubern“, so der Bürgermeister.

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