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21.01.2021

DRK-Tafel gibt FFP2-Masken an Bedürftige aus

Diese Tatsache hat schon bundesweit für Kritik gesorgt: Im Regelsatz von Empfängern des Arbeitslosengeldes II (ALG II) ist für den Bereich Gesundheitspflege ein monatlicher Betrag von 17,02 Euro eingeplant – damit müssen die Bedürftigen auch alle Kosten für Hygieneprodukte wie etwa Zahnpasta oder Damenbinden decken.

"Dass hier keine Spielräume für die Anschaffung von Corona-Masken besteht, dürfte jedem klar sein", meint der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel. Und das Rote Kreuz will handeln, wie es in einer Pressemitteilung heißt: "Die DRK-Tafel wird im Eberts-Hof am Großen Zimmerhof in Wolfenbüttel ab Montag an jeden erwachsenen Tafelkunden kostenfrei zwei FFP2-Masken ausgeben." Gerade Rentner, die von der Grundsicherung leben, ALG-II-Enpfänger sowie von Kinderarmut betroffene Schüler seien von den Folgen der Pandemie besonders stark betroffen, erklärt Andreas Ring, der Vorstand des DRK-Kreisverbandes. "Leider hat es die Politik bisher versäumt, für diese Gruppen Hilfspakete zu schnüren. Das ist beschämend." Nun beschaffe das Rote Kreuz die erforderliche Menge: "Wir benötigen 1.000 FFP2-Masken, um alle erwachsenen Abholer mit zwei Masken auszustatten."

Bereits in der ersten Welle der Pandemie hat das DRK mit Unterstützung der Curt Mast Jägermeister Stiftung und vieler weiterer Spender einen Nothilfefonds aufgelegt. Damit konnte die Tafel die pandemiebedingten Herausforderungen tragen. Zudem wurde zahlreichen Einzelpersonen bei der Ersatzbeschaffung von Haushaltsgeräten oder auch Brillen geholfen. Und besonders wichtig: Bedürftige Schüler, denen es an Geräten für den Onlineunterricht mangelte, erhielten vom Roten Kreuz in Zusammenarbeit mit den Schulen die erforderliche technische Ausrüstung. "Allein im ersten Lockdown haben wir 150 Laptops oder Tablets, 72 Drucker und 14 Headsets ausgegeben", berichtet Sonja Grabau, Leiterin der DRK-Servicestelle.

Und diese Förderung ist noch nicht zu Ende – zumal jetzt viele jüngere Schüler nachgerückt sind. "Auch nach einem Jahr ist es der Politik nicht gelungen, alle bedürftigen Schüler mit den notwendigsten Geräten zur digitalen Teilhabe zu versorgen", kritisiert Ring. "Uns liegen erneut Bedarfsmeldungen von Schulen vor, die es nun abzuarbeiten gilt."

Wer den DRK-Nothilfefonds unterstützen möchte, kann spenden. Jeder Betrag hilft: IBAN DE77 1203 0000 1020 9264 63

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