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28.01.2021

Filmische Neuigkeiten aus dem Schloss Museum

Im Schloss Museum Wolfenbüttel konnten die vergangenen Monate für allerlei Neues genutzt werden: Baulich und digital hat sich einiges getan. Schon lang gewünschte oder geplante Vorhaben konnten begonnen oder weiterentwickelt werden.

Solange diese Veränderungen noch nicht „in natura“ gezeigt werden können, gewährt das Schloss Museum besondere Einblicke über seine Internetseite. Hier werden einzelne Objekte vorgestellt und Geschichten über außergewöhnliche Exponate erzählt.

Wie die Venus nach Wolfenbüttel kam

So kann man zum Bespiel erfahren, wie die Venus in das Wolfenbütteler Schloss kam und in welchem Raum sie heute zu sehen ist. Es wird außerdem berichtet über ein russisches Mahl im Zelt und ein berühmtes Musiktheater. Denn dass es in dieser Stadt ein Opernhaus gegeben hat und wie es aussah, war bisher nur wenigen Geschichtsbegeisterten bekannt. Dabei war das Wolfenbütteler Opernhaus im 17. und 18. Jahrhundert ein weit über die Grenzen des Herzogtums bekanntes und modernes Musiktheater. Nach nur einjähriger Bauzeit wurde das Opernhaus 1688 mit Antonio Gianettinis Oper „Medea in Athene“ eingeweiht. Es war ein Herzensprojekt des Kunst- und Musikliebhabers Herzog Anton Ulrich zu Braunschweig und Lüneburg (1633-1714).


Das Theater war in Fachwerk ausgeführt und glich mit seinem Äußeren einer großen Scheune. Im Inneren entfaltete sich aber ein prächtiger Zuschauerraum, der über vier Ränge und 63 Logen verfügte, die rund 450 Personen Platz boten. Für den Herzog und seine Familie war die Mittelloge vorgesehen, der Hofstaat nutzte die Ranglogen. Eine Loge war für den Bürgermeister und die Ratsherren der Heinrichstadt bestimmt.

Das Opernhaus lag westlich des Schlosses am äußeren Rand der Dammfestung, heute zwischen der Dr.-Heinrich-Jasper-Straße und der Landesmusikakademie. Es bestand bis zum Jahr 1748, dann wurde es wegen Baufälligkeit abgerissen.

Mehr auf www.museumwolfenbuettel.de, unter der Rubrik „Filme aus dem Schloss“.

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