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Inhalt
12.04.2021

Buchprojekt der Gleich­stellungs­beauftragten

Sexualisierte Gewalt hat viele Gesichter: körperliche, psychische und wirtschaftliche Schäden können die Folge sein.

Viele Menschen haben in ihrem Leben bereits Erfahrungen machen müssen, die auf die sexuelle Identität zurückzuführen sind. Das kann der Pfiff in der Stadt oder der Blick einer Lehrkraft, dass kann ein „verunstaltetes“ Foto, ein Eintrag im sozialen Netzwerk oder „die schräge Anmache“, das „herunterspielen“ einer Situation oder ungewollte Berührungen …und alles darüber hinaus sein.

Wolfenbüttels Gleichstellungsbeauftragte sammelt Erfahrungen und Berichte von Bürgerinnen und Bürgern zu derart erlebten Situationen, um sie in einem Buch festzuhalten. Wer mitmacht, sollte bedenken, dass mit dem Schreiben und der (anonymen) Veröffentlichung Emotionen ausgelöst werden könnten. Das Angebot verfolgt und bietet keinerlei therapeutische Ansätze. Das Buch soll im Rahmen einer Aktionszeit gegen Gewalt am 19. November 2021 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Das Projekt will eine gesellschaftliche Auseinandersetzung und Sensibilisierung mit dem Thema Sexualisierte Gewalt anregen. Es soll als wachrüttelndes Instrument dienen und gleichzeitig das Thema enttabuisieren. Unterstützt wird dieses Vorhaben durch „Gleichstellung sichtbar machen – CEDAW in Niedersachsen“, einer gemeinsamen Initiative des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung sowie der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in Niedersachsen.

CEDAW ist laut UN Women ein internationales Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau und ist das wichtigste internationale Abkommen zum Schutz der Rechte von Mädchen und Frauen. CEDAW steht dabei für Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women (Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau). Es verbietet die Diskriminierung von Frauen in allen Lebensbereichen und verpflichtet die Vertragsstaaten, die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung umzusetzen. Das Abkommen verpflichtet 189 Staaten, die CEDAW rechtsverbindlich ratifiziert haben, Maßnahmen zu ergreifen, um Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts zu beseitigen. Deutschland hat das Abkommen bereits im Jahre 1985 ratifiziert. Etwa alle vier Jahre müssen die Vertragsstaaten über den jeweiligen Status Quo und die erzielten Fortschritte vor dem CEDAW-Ausschuss der Vereinten Nationen Bericht erstatten.

Die Veröffentlichung des Beitrages erfolgt anonym. Lediglich das angegebene Geschlecht und das aktuelle Alter werden sich in dem Buch wiederfinden.

Das Erlebnis bitte per E-Mail (Word-Datei) mit maximal 5.400 Zeichen bis 18. Juli 2021 an gleichstellungsbeauftrage@wolfenbuettel.de. Für Fragen steht die Gleichstellungsbeauftragte Simone Reese unter der Telefonnummer 05331 86-399 oder per E-Mail zur Verfügung.

Weitere Informationen

Link zur Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau

Kontakt