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13.04.2021

Corona nimmt auf chronische Schmerzen keine Rücksicht

Etwa 23 Millionen Menschen in Deutschland leiden nach Angaben der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. unter immer wiederkehrenden oder chronischen Schmerzen. Diese können zur Qual werden und den Alltag schwer belasten. Da das Coronavirus keine chronischen Schmerzen kennt, findet auch weiterhin die multimodale stationäre Schmerztherapie im Klinikum Wolfenbüttel statt.

„Wir bewegen uns in unserem Klinikum auf dem maximalen Sicherheitsniveau. Alle Patienten erhalten vor ihrem Erstgespräch einen Antigenschnelltest. Vor der stationären Aufnahme findet ein PCR-Test statt. Nur wenn dieser negativ ist und die Patienten keine Symptome einer möglichen Covid-19-Infektion zeigen, werden sie stationär aufgenommen“, erklärt Dr. Nils Beiser, Leiter der Schmerztherapie. Am Aufnahmetag und mindestens einmal wöchentlich werden Covid-Antigenschnelltests vorgenommen. Alle Therapieeinheiten wurden an die aktuell gültigen Regeln bezüglich Mundnasenschutz, Abstand, Kontaktbegrenzung und Hygienemaßnahmen angepasst.

Wie sieht die Behandlung im Städtischen Klinikum aus?

„Der Patient wird für die Dauer der Behandlung - 11 bis 17 Tage - stationär aufgenommen. Dabei wird er von seinen Alltagsverpflichtungen sowie -belastungen befreit, ist jedoch gehalten, aktiv an seinem Beschwerdebild arbeiten zu wollen und sich intensiv auf der körperlichen sowie psychischen Ebene mit seiner Schmerzproblematik auseinanderzusetzen“, beschreibt Stephanie Hoffmann, Oberärztin am Städtischen Klinikum und Teil des Teams der Schmerztherapie, die Behandlung. Um die Therapie in dieser Zeit so effizient wie möglich zu gestalten, sei die Einhaltung eines persönlichen Stundenplanes erforderlich. Ärztliche Behandlung mit täglichen Visiten, Einzel- und Gruppentermine in der Physio- und Psychotherapie bilden das Grundgerüst dieses Stundenplanes.

Aufnahmeindikationen regeln die Kostenübernahme

Um eine Aufnahme in der interdisziplinären multimodalen stationären Schmerztherapie des Klinikums sowie die Übernahme der Kosten durch die gesetzliche oder private Krankenversicherung zu erwirken, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Hierzu gehören unter anderem eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität und/oder eine mindestens seit sechs Monaten bestehende Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer Schmerzerkrankung oder auch ein bis dahin nicht dauerhaft erzielter Behandlungserfolg durch unimodale schmerztherapeutische Verfahren wie beispielsweise Operationen, Physiotherapie oder die Einnahme von Medikamenten. Die stationäre Einweisung erfolgt über den niedergelassenen Haus- oder Facharzt.

„Realistische Ziele der multimodalen Behandlung werden mit dem Patienten geklärt und können in Schmerzreduktion, Medikamentenoptimierung, Wiedererlangung von Lebensqualität, Teilnahme am Beruf und am sozialem Umfeld sowie in der Akzeptanz der Erkrankung bestehen“, so Hoffmann.

Für Fragen zum Thema ist das Sekretariat der Schmerztherapie von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 12 Uhr unter 05331-934 3651 zu erreichen. Weitere Informationen rund um die interdisziplinäre multimodale stationäre Schmerztherapie sind auf der Internetseite des Klinikums zu finden.

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