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15.05.2021

Deutsche Postcode-Lotterie fördert Ehrenamts-Projekt in Wolfenbüttel

Immer wieder für andere da zu sein, ist eine Herausforderung. Mit einem Workshop unterstützt der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel seine Ehrenamtlichen bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Ehrenamt.

Viele freiwillige DRK-Helfer stehen im engen Austausch mit Menschen, die vielfältige Schicksalsschläge erlebt haben. Ein Beispiel hierfür sind Tätigkeiten in der Flüchtlings- und Migrationshilfe, der Tafel Wolfenbüttel oder auch dem Familienentlastenden Dienst (FED). Sowohl diese Konfrontation als auch Tätigkeiten in den Einsatzfeldern können für Ehrenamtliche eine Belastung sein. „Das Ehrenamt bringt viel Dankbarkeit der Zielgruppe mit sich und bereitet unseren Ehrenamtlichen in der Regel viel Freude. Es ist jedoch nicht immer nur einfach, empathisch zu sein, zu helfen und danach nach Hause zu gehen, wo alles wie immer weiter läuft. Es gibt einfach Geschichten und Situationen, die emotional belasten. Und unsere Helfer nehmen das freiwillig auf sich!“, erklärt Aline Gauder, Fachleitung in der Flüchtlings- und Migrationshilfe des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel.

In den vergangenen 15 Monaten der Corona-Pandemie habe es eine große Bereitschaft zur Hilfe gegeben und dennoch seien zusätzliche Herausforderungen entstanden. Manche Ehrenamtliche zogen sich aus der aktiven Arbeit zurück, um sich und ihre Angehörigen zu schützen. Andere übernahmen deren Aufgaben, befassten sich mit zusätzlichen Aspekten wie Hygienekonzepten, Schutzmaßnahmen und sich immer wieder ändernden Verordnungen, um weiterhin für andere da sein zu können.

In einem Workshop mit dem Titel „Kompetent und sicher im Ehrenamt“ geht es für einige der Freiwilligen um die Identifizierung belastender Faktoren und darum, wie sie diesen begegnen können. Dafür erhält die Flüchtlings- und Migrationshilfe 4000 Euro als Förderung von der Deutschen Postcode-Lotterie. „Wir hoffen, dass sich im Sommer wieder etwas größere Gruppen im Außenbereich treffen können. Denn aus Erfahrung wissen wir, dass diese Art von Workshops vom persönlichen Austausch miteinander profitiert“, erklärt Aline Gauder. Einen Terminplan gibt es aus diesem Grund noch nicht, anvisiert sind drei Wochenenden im Sommer und Spätsommer. Insgesamt umfasst der Kursus 42 Stunden.

Was feststeht: Die 15 Plätze werden nicht nur an Freiwillige des DRK vergeben, die aktuell aktiv sind. Auch Personen, die ihr Engagement vorerst reduziert haben, können teilnehmen. „Zudem möchten wir auch Neuzugewanderte, die neu im Ehrenamt tätig sind, ansprechen. Insgesamt wird die Gruppe entsprechend der Vielfältigkeit des Ehrenamts im DRK heterogen sein. Wir arbeiten mit einem tollen Referenten zusammen, der genau auf solche Unterschiede eingeht und persönliche Erfahrungen sehr wertschätzend aufarbeitet“, erzählt Aline Gauder. Zu den Inhalten des Workshops gehöre es beispielsweise zu lernen, wie nah die Teilnehmenden ihre Arbeit an sich ran lassen möchten – und wie sie notwendige Distanz einhalten können.

Ziel der Postcode-Lotterie-Förderung ist es, sozialem Zusammenhalt und Chancengleichheit den Rücken zu stärken. Dass dadurch auch Ehrenamtliche die Möglichkeit zur Qualifizierung und Weiterentwicklung erhalten, freut Aline Gauder besonders. Denn ehrenamtliches Engagement verdiene Anerkennung und Rückhalt.

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