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14.07.2021

Hacker-Angriff auf Wolfenbütteler Klinikum

Wegen einer Hacker-Attacke auf das IT-System des Klinikums Wolfenbüttel in der Nacht auf Mittwoch, 14. Juni 2021, ist der Betrieb unmittelbar auf eine papiergebundene Form umgestellt worden. Die Computersysteme sind vorsorglich heruntergefahren worden.

„Aus Sicht unserer Patientinnen und Patienten ist sicherlich die wichtigste Information, dass die medizinische Versorgung sichergestellt ist“, betont der stellvertretende ärztliche Direktor Dr. Hockertz. Das Klinikum war aufgrund des IT-Vorfalls und der mangelnden Datenverfügbarkeit bis Mittwoch Mittag bei der Rettungsleitstelle abgemeldet, ist seitdem aber wieder medizinisch voll einsatzfähig. Einschränkungen, digital erfasste Patientendaten abzurufen oder weiterzugeben (zum Beispiel Arztbriefe) bestehen Stand Mittwoch, 15 Uhr noch. Bürgerinnen und Bürger mit bereits vereinbarten Terminen werden daher gebeten, sich vor dem Besuch telefonisch zu melden, ob der Termin möglich ist oder gegebenenfalls verschoben werden muss.

Derzeit arbeitet die IT des Klinikums auch mit Hilfe externer Experten daran, die Systeme wieder nach und nach verfügbar zu machen. „Aufgrund des Umfangs und der Komplexität unseres IT-Systems und der Fülle an Daten können wir noch nicht abschätzen, wann dieser Prozess abgeschlossen sein wird“, erklärt Geschäftsführer Axel Burghardt. Auch wird geprüft, wie die Schadsoftware auf die Klinik-Server gelangen konnte.

Bei dem Hacker-Angriff sind nach bisherigen Erkenntnissen jedoch keine Daten gestohlen worden. Dem Hacker geht es um Geld – das Klinikum wird erpresst. Die Polizei hat die Ermittlungen in dieser Angelegenheit übernommen.

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