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26.09.2021

Konsum und Nachhaltigkeit, wie passt das zusammen?

Da Einkaufsläden während der Lockdowns in der Corona-Pandemie geschlossen waren, sind wir mit unserem eigenen Konsum konfrontiert worden, haben vielleicht in manchen Bereichen unseren Konsum verändert. Ein bisschen shoppen gehen, Kleidung und Produkte im Laden ausprobieren war nicht mehr möglich. Derzeit sind die Läden wieder geöffnet und die Shopping-Begeisterung hält an. Doch was ist alles Konsum und wie kann Konsum nachhaltig sein?

Zu Konsum fallen uns vielleicht noch mehr damit verbundene Wörter ein: Konsumartikel, Konsumenten, Konsumverhalten oder Konsumverzicht. Es gibt also mehrere Arten des Konsums. Tatsächlich beschränkt sich Konsum nicht nur auf die Kleidung, die wir online oder in unserem Lieblingsgeschäft kaufen. Wir konsumieren tagtäglich Essen, Wohnen, Mobilität oder zum Beispiel Unterhaltung. Folglich ist ein jeder Mensch auch ein Konsument. Was wir konsumieren, sind Ressourcen, diese Ressourceninanspruchnahme beeinflusst die wirtschaftliche und soziale Situation der Menschen und den Zustand unserer Umwelt. Mit der Agenda 2030 hat die Weltgemeinschaft 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung festgelegt. Diese Ziele richten sich an Staaten, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, aber vor allem an jeden einzelnen von uns. Das zwölfte Ziel widmet sich dem nachhaltigen Konsum und der Produktion. Laut der Bundesregierung stimmen fast zwei Drittel der Deutschen der Aussage zu, dass die Umwelt nur langfristig geschützt werden kann, wenn alle ressourcenschonend konsumieren.

Konsum und Nachhaltigkeit passt das überhaupt zusammen?

Ja, nachhaltig konsumieren bedeutet laut der Bundesregierung so zu konsumieren, dass die Bedürfnisbefriedigung heutiger und zukünftiger Generationen unter Beachtung der Belastbarkeitsgrenzen der Erde nicht gefährdet wird. Nachhaltiger Konsum muss nicht Verzicht bedeuten, sondern kann durch Veränderungen im individuellen Konsumverhalten geschehen. Um nachhaltiger mobil zu sein, können zum Beispiel Kurzstrecken unter fünf Kilometern statt des Autos mit dem Fahrrad, ÖPNV oder zu Fuß zurückgelegt werden. Im Bereich nachhaltiger Ernährung kann konkret darauf geachtet werden, saisonale und regionale Produkte zu kaufen und weniger Lebensmittel wegzuschmeißen. Beim privaten Konsum fallen fast 40 Prozent der CO2-Emissionen im Bereich Wohnen an. Um diesen Verbrauch zu verringern, kann bei dem Neukauf von elektronischen Geräten besonders die Energieeffizienz beachtet werden. Wenn wir uns dazu entschließen Holzeinrichtung zukaufen, dann hilft es, Holz aus legaler, nachhaltiger und möglichst heimischer Waldbewirtschaftung zu wählen. In Zeiten von Fast-Fashion wird der Bekleidungsbedarf weiter steigen und somit die Textilindustrie weiterwachsen. Viele der Marken produzieren ihre Kleidung günstig im Ausland, wo die Arbeitenden der Bekleidungsbranche oftmals unter schlechten Bedingungen und mit geringer Bezahlung arbeiten und zum Beispiel das Abwasser durch schwer abbaubaren Chemikalien belastet wird. Das bedeutet nicht, dass wir gar keine Kleidung mehr kaufen dürfen, aber wir können zum Beispiel darauf achten, dass die Kleidung sozial fair und ökologisch nachhaltig produziert wurde. Unterstützt werden kann der nachhaltige Konsum, wenn beim Shoppen auf den Kauf von Produkten mit Kennzeichnung durch Umwelt- und Sozialsiegeln, wie beispielsweise dem „Blauer Engel“ oder „Fairtrade Textile Production“ geachtet wird. Eine Auflistung und Beschreibung der Siegel gibt es online bei Siegelklarheit. Weiterhin kann ungewollte jedoch gut erhaltene Kleidung beim Deutschen Roten Kreuz oder bei der Tafel in Wolfenbüttel gespendet werden.

Wer gerne mehr über nachhaltigen Konsum und Nachhaltigkeit erfahren möchte, kann weitere Informationen auf der Internetseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit oder der Bundeszentrale für politische Bildung nachlesen.

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