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02.10.2021

TIW befindet sich auf einem guten Weg

Das Technische Innovationszentrum Wolfenbüttel (tiw) geht konsequent seinen Weg weiter, Schulden abzutragen und gleichzeitig große Sanierungs- und Innovationsprojekte am Exer durchzuführen. Das wurde jetzt wieder bei der Jahresversammlung dieses gemeinnützigen Vereins deutlich.

„Wir geben weiter alles, um diesen Verein zu entschulden und dafür zu sorgen, dass die Ostseite des Exers so schön wird wie die Westseite“, erklärte tiw-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, nachdem er zusammen mit seinen Vorstandskollegen Paul-Werner Huppert und Winfried Pink von den Mitgliedern im Amt bestätigt wurde.

In ihrem Bericht ging tiw-Geschäftsführerin Carola Weitner-Kehl auf die Mieter- und Mitglieder-Entwicklung ein, wobei in beiden Kategorien die Zahlen über die vergangenen Jahre annähernd gleich blieben. Seit 2019 ist die Anzahl der Mieter von 47 auf 53 gestiegen. Besonders stolz sei das tiw dabei auf den Neuzugang tecema GmbH (neuer Mieter und neues tiw-Mitglied), für deren Zusage der Verein insbesondere zwei Hürden meistern musste: Die Ausgründung aus der Ostfalia von Prof. Wermser benötigte mehr Bürofläche, als dem tiw zur Verfügung stand, und eine Glasfaser-Anbindung für schnelles Internet.

Letztgenanntes konnte das tiw in einem Pilot-Projekt realisieren, bei dem erstmals die Telekom auf fremden Leitungen (in diesem Fall der Stadtwerke Wolfenbüttel) operierte. „Im Gebäude am Exer 10 profitieren jetzt alle Mieter von der schnellen Leitung“, freut sich Weitner-Kehl. Prof. Wermser, der als neuestes tiw-Mitglied an der Versammlung teilnahm, brachte seine Freude darüber zum Ausdruck: „Es sind super Anschlüsse. Es läuft alles einwandfrei.“ Für seine Firma gelang es dem tiw zudem, weitere Bürofläche zu generieren. Die Wolfenbütteler Baugesellschaft, deren Auszug fürs nächste Jahr vorgesehen ist, räumte vorzeitig Teile ihres Archivs, um Platz zu schaffen.

Das tiw vermietet Büro-, Labor-, Produktions- und Lagerflächen an Start-Ups, Unternehmer und Privatpersonen und hat 17.051 Quadratmeter Fläche für diese Zwecke zur Verfügung, wobei die Auslastung stets an den 100 Prozent kratzt. Daher plant der Verein einen zweistöckigen Neubau an der Südost-Seite des Exers, in dem vor allem neue Laborflächen geschaffen werden sollen. Die Planungen seien schon weit fortgeschritten.

Zudem gab Weitner-Kehl einen Überblick über den Fortschritt der Schieferdachsanierungen – eines der größten und kostspieligsten Aufgaben des tiw in den vergangenen Jahren. Die Arbeiten auf dem Haus Am Exer 10 sind abgeschlossen, haben insgesamt dreieinhalb Jahre gedauert. Das Dach des Hauses Am Exer 37 ist jetzt fertiggestellt, Am Exer 25 ist der Abschluss für Ende des Jahres geplant. Die Sanierung der denkmalgeschützten Halle Am Exer 37 sollte eigentlich noch weiter fortgesetzt werden, erklärte Weitner-Kehl – zunächst die Tore, anschließend die Fassade. Doch es stockt wegen mangelnder Firmen, die diese Projekte umsetzen. Auch Umbach betonte: „Wir haben viel mehr vor. Die Handwerker kommen derzeit nicht hinterher.“

„Leider mussten wir unsere Veranstaltungen – wie den Jungunternehmerabend und die Weiterbildungs-Reihe im vergangenen Jahr absagen“, bedauerte Weitner-Kehl und betonte: „Wir waren im ideellen Bereich dennoch tätig und gehören zu den Teilnehmern der Ausstellung ‚Made in Wolfenbüttel‘ im Schloss-Museum“, berichtete die Geschäftsführerin. Dafür lässt der Verein sein Modell des Exergeländes restaurieren und modernisieren und steuert es der Ausstellung bei.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Vereins sei auf einem guten Weg, betonte Steuerberater Jens Düe in seinem Finanzbericht. Nach dem Jahr 2019, als das tiw durch Grundstücksveräußerungen einen Millionen-Gewinn erzielte, verbuchte es jetzt ein für einen Verein „normales Jahr“ mit einem Plus von etwa 4000 Euro in 2020. Zudem sei lobenswert, wie konsequent der Verein den Weg der Entschuldung gehe, der in etwa zehn Jahren abgeschlossen sein könnte. „Das tiw ist gesund aufgestellt und zukunftsfähig und hat eine gute Eigenmittelquote“, betonte Düe. „Unsere Gläubiger können inzwischen wieder ruhig schlafen“, kommentierte Prof. Umbach.

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