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08.10.2021

Hintergrund­wissen aus dem Mu­seum: Fürsten­berg aus Wolfen­büttel

Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg ist die zweitälteste durchgehend produzierende Porzellanmanufaktur Deutschlands. Seit mehr als 270 Jahren gibt es Fürstenberger Porzellan. Gegründet wurde die Manufaktur von Herzog Karl I. (1713 bis 1780) im Wolfenbütteler Schloss.

Im 18. Jahrhundert gehörte es quasi zum „guten Ton“, als Landesherr eine eigene Porzellanmanufaktur zu besitzen, denn die Herstellung von Porzellan war eine Form von Hochtechnologie dieser Zeit. 1744 wurden in der Wolfenbütteler Residenz erste Versuche unternommen Porzellan herzustellen – allerdings zunächst erfolglos. Der Herzog verfolgte das Projekt jedoch weiterhin mit Nachdruck.

1747 verfügte er schließlich im Wolfenbütteler Schloss die Gründung einer landeseigenen Porzellanmanufaktur. Diese wurde im Fürstenberger Schloss an der Weser eingerichtet, „um das Werk zu Stande zu bringen“ und den wirtschaftlich abgeschlagenen Weser-Distrikt des Fürstentums zu fördern.

Die zeitgenössische Nachfrage nach dünnwandigen, leichten, geschmacksneutralen und hitzebeständigen Porzellan war enorm. Ende 1750 konnte die Produktion vor Ort aufgenommen werden. Im selben Jahr führte man auch das berühmte Markenzeichen, die Initiale F, ein.


Gestalterisch ist Fürstenberg einzigartig in der Landschaftsmalerei auf Porzellan im 18. Jahrhundert, denn man findet auf Fürstenberger Porzellan die ersten topografisch bestimmbaren Landschaften in der Porzellankunstgeschichte Europas. Bis heute wird im Wolfenbütteler Schloss Museum Fürstenberger Porzellan präsentiert, auch in der kommenden Ausstellung „Made in Wolfenbüttel“ gehören die Kunstwerke aus „weißem Gold“ zu den Exponaten.

Das Schloss Museum beherbergt die einzigartigen barocken Repräsentationsgemächer der welfischen Herzöge, die von Glanz und Pracht höfischen Lebens in der Wolfenbütteler Residenz zeugen. Historische Parkettfußböden und Stuckdecken, prächtige Wirkteppiche und Barockmöbel, prunkvolle Gemälde und Skulpturen sowie kostbares Silber und Porzellan lassen ein lebensechtes Bild barocker Wohn- und Tafelkultur entstehen. Im Schloss Museum Wolfenbüttel kann höfisches Leben des 17. und 18. Jahrhunderts erlebt werden.

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