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26.05.2017

Mit Nematoden gegen Engerlinge

Zwei Sportplätze in Wolfenbüttel sind vom Engerling-Befall betroffen. Auf biologische Weise, mit Nematoden (Fadenwürmer) werden die Larven jetzt bekämpft.

Betroffen ist zum einen der A-Platz des BV Germania im MKN-Sportpark. Nach einer fachkundigen Beobachtung durch die SBW wurden auf der Sportanlage Larven der Haarmücke in der Rasentragschicht gefunden. Da diese in der oberen Rasentragschicht leben, sind sie auch ein ergänzendes Nahrungsangebot für Krähen. Mit ihren Schnäbeln versuchen die Vögel die Engerlinge schließlich zu erwischen und reißen dabei die Grasnarbe heraus. Die Engerlinge richten also Schaden in zweifacher Weise an. Sie locken Vögel an und sie fressen selbst die Graswurzeln ab und bilden deshalb eine Gefahr für die Sportanlage, weil sich die Grasnarbe lockert und der wurzellose Rasen den Sportlern keinen festen Halt mehr bietet. Ein schnelles Eingreifen war daher erforderlich, um den Platz zu erhalten.

Fast zeitgleich trat auf der Sportanlage in Groß Stöckheim ein weiterer Schädling auf: Käferlarven des Dungkäfers, der sich durch eine Eiablage in der Rasentragschicht vermehrt. Daraus entwickeln sich dann die Engerlinge. Diese leben zwei Jahre im Larvenstadium und halten sich in der Rasentragschicht auf. Dort ernähren sich die Engerlinge von Rasenwurzeln. Erst wenn der Rasen braun wird, ist der Schädlinge erkennbar und eine Bekämpfung möglich. Auch hier machen die Vögel das Problem großflächig sichtbar.

In Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niedersachen, Pflanzenschutzamt, fiel die Wahl auf eine biologische Bekämpfung: Nützlinge bekämpfen Schädlinge. Gegen die am häufigsten vorkommenden Arten von Engerlingen helfen in der Regel Nematoden sehr gut. Durch das Eindringen der Würmer in den Engerling wird die Entwicklung des Larvenstadiums gestört.

Die Ausbringung der Nematoden wurde über einen Fachbetrieb mit einer Feldspritze durchgeführt. Die Nematoden versuchen nach dem Ausbringen in den Boden zu kommen. Dieses funktioniert ausschließlich über eine vernünftige Bewässerung, mindestens drei bis fünf Liter Wasser pro Quadratmeter müssen daher im Anschluss fließen. Da es auf der MKN Sportanlage eine automatische Bewässerungsanlage gibt, konnte direkt nach dem Ausbringen der Nematoden die nötige Wassermenge ausgebracht werden. Auf der Sportanlage in Groß Stöckheim existiert aber keine Möglichkeit der Bewässerung. Hier unterstützte die Freiwillige Feuerwehr Groß Stöckheim.

Da im Vorfeld die geschädigten Rasenflächen repariert wurden, ist ein Trainings- und Spielbetrieb ab Ende Juni wieder möglich.

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