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Damit Sie die Berufsausbildungsbeihilfe bekommen können, müssen Sie und Ihre Berufsausbildung förderfähig sein.

Förderungsberechtigter Personenkreis:

  • Sie wohnen während der Ausbildung nicht bei Ihren Eltern, weil
  • der Ausbildungsbetrieb vom Elternhaus zu weit entfernt ist oder
  • Sie 
    • mindestens 18 Jahre alt sind oder 
    • verheiratet sind oder waren oder
    • mindestens ein Kind haben, das bei Ihnen wohnt.
  • Auch wenn Sie nicht Deutscher sind, haben Sie grundsätzlich einen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe, es sei denn
    • Sie haben eine Aufenthaltsgestattung nach dem Asylgesetz.
    • Sie sind geduldet und halten sich seit weniger als 15 Monaten ununterbrochen erlaubt, gestattet oder geduldet in Deutschland auf.
  • Sie können nicht die erforderlichen Mittel aufbringen, um folgende Kosten zu decken:
    • Kosten für den Lebensunterhalt
    • Fahrtkosten zwischen Unterkunft und Ausbildungsstätte oder Berufsschule
    • Familienheimfahrten
    • Arbeitskleidung
    • Kinderbetreuungskosten

Förderungsfähige Berufsausbildung:

  • Es ist Ihre erste Berufsausbildung oder
  • wenn es nicht Ihre erste Berufsausbildung ist: Sie können nicht auf eine andere Weise dauerhaft beruflich eingegliedert werden.
  • Sie machen eine Berufsausbildung.
    • die nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder dem Seearbeitsgesetz anerkannt ist
    • oder eine Berufsausbildung nach Teil 2 des Pflegeberufegesetzes. 
  • Sie schließen einen Berufsausbildungsvertrag ab. 

Wenn Sie eine Behinderung haben, können Sie Berufsausbildungsbeihilfe auch bekommen, wenn

  • Sie eine Berufsausbildung machen, die abweichend von den Ausbildungsordnungen für staatlich anerkannte Ausbildungsberufe oder in Sonderformen für behinderte Menschen durchgeführt wird, 
  • Sie Ihre Ausbildung verlängern müssen,
  • Sie die Ausbildung aufgrund Ihrer Behinderung ganz oder teilweise wiederholen und eine dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben sonst nicht möglich wäre oder
  • Sie im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnen.

Zusätzliche Voraussetzung bei berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen:

  • Die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme wird im Auftrag der Agentur für Arbeit durchgeführt

Eine Ausbildung oder berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme im Ausland ist wie folgt förderfähig:

  • bei teilweiser Ausbildung im Ausland, wenn
    • der Teil der Ausbildung im Ausland nicht länger als 1 Jahr dauert und 
    • der Teil der Ausbildung im Ausland im Hinblick auf die Gesamtdauer der Ausbildung als angemessen erscheint
  • bei vollständiger Ausbildung im Ausland,
    • wenn die Ausbildung im Ausland dem Berufsziel des Antragstellers besonders dienlich ist und
    • amtlich bestätigt wird, dass die Ausbildung im Ausland einer betrieblichen Ausbildung in Deutschland gleichgestellt ist
  • bei teilweise im Ausland stattfindender berufsvorbereitender Bildungsmaßname, wenn
    • der Teil im Ausland die Hälfte der vorgesehenen Förderdauer nicht übersteigt und
  • der Teil im Ausland im Hinblick auf die Gesamtdauer der Maßnahme als angemessen erscheint.