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Der Verkehrswert ist nach § 194 Baugesetzbuch als der Marktwert definiert, der zum Zeitpunkt seiner Ermittlung im gewöhnlichen Geschäftsverkehr ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre. Es handelt sich damit um den am Grundstücksmarkt am wahrscheinlichsten zu erzielenden Preis.

Der Verkehrswert wird dabei durch die Verhältnisse, die am Bewertungsstichtag auf dem Grundstücksmarkt herrschen, bestimmt und hat somit nur zu diesem Stichtag Gültigkeit. Rechtliche Gegebenheiten (z. B. Wegerechte, Wohnrechte) und tatsächliche Eigenschaften (z. B. Grad der Erschließung und sonstige Beschaffenheit) sind zu berücksichtigen. Persönliche und ungewöhnliche Verhältnisse, die das Marktgeschehen beeinflussen könnten, bleiben außer Betracht.

Amtliche Verkehrswertgutachten für Immobilien jeglicher Art und von Rechten an Grundstücken (z. B. Wohnungsrecht) können auf Antrag von den Gutachterausschüssen für Grundstückswerte erstellt werden. Antragsberechtigt sind Eigentümer, Inhaber von Rechten, Behörden und Gerichte.

Darüber hinaus können auch Gutachten über Mieten und Pachten, über die Höhe von Entschädigungen und sanierungs- bzw. entwicklungsbedingte Bodenwerterhöhungen erstellt werden.

Antragsgründe sind häufig Verkaufsabsichten, Familienrechtsangelegenheiten, Erbauseinandersetzungen, Zwangsversteigerungen, städtebauliche Maßnahmen oder Enteignungsverfahren.