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Zum dritten Mal erfolgreich: der Wolfen­bütteler Demenztag

Bereits zum dritten Mal fand in diesem Jahr der Wolfenbütteler Demenztag in der Lindenhalle statt.

Symbolbild: Demenz © Pixabay.com
Symbolbild: Demenz

Die Fachgruppe Demenz im Sozialpsychiatrischen Verbund des Landkreises Wolfenbüttel mit Vertreterinnen verschiedener Senioren- und Pflegeeinrichtungen aus der Region sowie das Seniorenservicebüro und das Gesundheitsamt des Landkreises hatten diese öffentliche Veranstaltung vorbereitet, auf der praxisnah und ganz konkret der Alltag für und mit dementiell veränderten Menschen und ihre Angehörigen vor Ort im Mittelpunkt stand.

Dazu gehören der Umgang und das Leben im häuslichen Bereich miteinander sowie die Vorstellung einsetzbarer Hilfsmittel zum Beispiel aus dem digitalen Bereich, aber auch Tipps für gezielte Freizeitgestaltung zur gemeinsamen Nutzung für Menschen mit und ohne Demenz.

Nach der Begrüßung durch die Veranstalterinnen referierte die amtierende Vorsitzende der Fachgruppe Gerontopsychiatrie und Leiterin des AWO-Wohn- und Pflegeheims in Wolfenbüttel, Ellen Arndt über „Die nationale Demenzstrategie – Umsetzung in ländlichen Räumen?!“ Es schloss sich eine lebhafte Diskussion zur Mobilität und Erreichbarkeit innerhalb der Fläche des Landkreises Wolfenbüttel an. Anschließend folgte ein Praxisbericht aus der Einrichtung Seniorenbetreuung Schloß Schliestedt im ländlichen Bereich, angelehnt an ein methodisch relativ neuen Betreuungsangebot „Erfahrungen mit MAKS (multimodales Aktivierungsprogramm für Menschen mit Demenz)“ verbunden mit der Anregung, innerhalb der häuslichen Bereiche vergleichbar niederschwellige Alltagsstrukturen für und mit dementiell veränderten Mitbewohnerinnen zu schaffen.

Den dritten Referententeil bestritt Michael Baumgart, Sozialpädagoge in der Braunschweiger Beratungs- und Anlaufstelle des Vereins ambet e.V., unter dem Titel „Digitale Hilfen insbesondere bei Demenz“. Er hatte einige digitale Geräte zum Ausprobieren mitgebracht, die während des Vortrages die Runde machten und zu unterschiedlichen Kommentaren sowie Anregungen zum Hausgebrauch führten.

Zwei Frauen und ein mann stehen vor einer Leinwand mit der Präsentation "Die Nationale Demenzstrategie", vor ihnen sitzt Publikum © Sabine Resch-Hoppstock
3. Wolfenbütteler Demenztag

Für die Betroffenen und ihre Familien waren im Informationsteil wie auch bei den Diskussionen anhand der Vorträge die strukturellen Rahmenbedingungen, Erreichbarkeits- und Nutzungsmöglichkeiten sowie der dadurch erforderlichen Zeitfaktoren in den ländlichen Räumen wie im Landkreis Wolfenbüttel von großer Bedeutung. Die Impulse und Materialien zu den Themen wurden gut angenommen, mit eigenen Erfahrungen angereichert und intensiv diskutiert. Für das leibliche Wohl war mit einem Kaffee- und Kuchenangebot für die Teilnehmenden gesorgt und auch dabei setzten sich die interessanten Gespräche zu den angesprochenen Themen locker fort.

So waren sich die Anwesenden einig: dieser besondere Tag für alle Interessierten und Betroffenen mit seiner Mischung aus Information und Aktion soll zukünftig weiter regelmäßig durchgeführt werden, um die Akzeptanz zu diesem wichtigen Thema für alle Einwohnerinnen zu erhöhen, zumal jede/jeder persönlich oder als Angehörige/Angehöriger von diesem Krankheitsbild betroffen werden kann.

Die Teilnahme wird kostenlos bleiben und die Veranstalterinnen freuen sich für die nächsten Jahre auf weitere zahlreiche Teilnehmende, mit denen sie ins Gespräch kommen können.

Kontakt

  1. Senioren, Familie und Soziales (Seniorenservicebüro)

    Stadtverwaltung Wolfenbüttel
    Seniorenservicebüro

    Lange Straße 9
    38300 Wolfenbüttel

  2. Sozialpsychiatrischer Dienst

    Beratungsstelle im Gesundheitsamt

    Friedrich-Wilhelm-Straße 2a
    38302 Wolfenbüttel

31.07.2023