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1. Phase: Grundlagenermittlung

Potenzieller Veranstaltungsort

Flächenpotential der Landesgartenschau 2030 ist in einer Stadtkarte markiert © Stadt Wolfenbüttel
Flächenpotential der Landesgartenschau 2030

Der Veranstaltungsort wurde bereits festgelegt. Der Fokus liegt auf der Innenstadt von Wolfenbüttel. Das Planungsgebiet erstreckt sich entlang der Oker im Stadtkern von Wolfenbüttel. Der Stadtgraben, die Wallanlagen, der Park hinter dem Gefängnis, der Seeliger Park oder auch die Meesche haben die größten Potentiale für eine Landesgartenschau. Auch die Verkehrsanbindung und die Synergien mit anderen touristischen Angeboten sind hier am höchsten.

Das von der Stadtverwaltung gewählte Gebiet umfasst zirka 25 Hektar.

Eine Besonderheit der gewählten Fläche besteht darin, dass diese sich im Kern der Innenstadt befindet und im Rahmen der Landesgartenschau 2030 nicht für alle Einwohnerinnen und Einwohner frei zugänglich sein wird. Die bisher freie Nutzung müsste demnach im Zeitraum der Landesgartenschau eingeschränkt werden und wie ein solches Konzept funktionieren kann, ohne die berechtigten Ansprüche der Wolfenbüttelerinnen und Wolfenbütteler aus dem Blick zu verlieren, wird ein wichtiger Baustein der Machbarkeitsstudie sein.


Thema

Die Stadtverwaltung hat drei Themen in die engere Auswahl genommen, welche allesamt mit Wolfenbüttel in Verbindung stehen:

Thema 1: Zusammenwachsen

Die Flächenversiegelung in Städten nimmt weiterhin zu. Doch wie wichtig der Erhalt von Grünflächen und im Allgemeinen der Natur ist, ist zu Zeiten des Klimawandels bekannt.

Wolfenbüttel hat neben zahlreichen Fachwerkhäusern auch einiges an Natur zu bieten. Neben dem Stadtgraben und den Wallanlagen gibt es weitere Parkanalagen mit beeindruckenden alten Bäumen, Wälder und auch einen grünen Pfad entlang der Oker.

Aufgabe ist es diese zu bewahren und miteinander zu vernetzen. Mit der Vernetzung und dem Erhalt der Natur ist einhergehend die Schaffung und Optimierung von Naherholungsorten.

Städte sind Dreh- und Angelpunkte wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung und zweifellos der Lebensraum der Zukunft. Das Wachstum und die Dynamik überfordert die Menschen oftmals, sodass das Verlangen nach einem vereinfachten Leben, geprägt von Entschleunigung, Naherholungsorten und Naturnähe, aber auch von Nachhaltigkeit, größer wird. Die Priorität liegt auf der Entwicklung attraktiver Wohn- und Lebensräume, geprägt von lokaler Tradition und kulturellem Erbe mit modernem Zeitgeist und Innovation.

Die Bewegung, Ausübung von sportlichen Aktivitäten, Kultur und Kulinarik und Erholung sind ein paar der Möglichkeiten, welche mit der Natur und vor allem mit den Grünflächen in Wolfenbüttel verbunden werden können. Diese Vielfalt an Möglichkeiten heißt es zu nutzen

Thema 2: Wasser

Wasser dient nicht nur zur Naherholung oder für sportliche Aktivitäten. Es ist auch ein Element der Natur und bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Um den Lebensraum von Mensch und Tier langfristig aufzuwerten, benötigt es auch das Bewusstsein der Bevölkerung. Diese könnte im Rahmen der Laga 2030 gestärkt werden.

Im Alltag ist das Wasser nicht mehr wegzudenken. Wie sieht der eigene Wasserverbrauch aus? Und wie sehen die Folgen für die Umwelt aus? Im Rahmen des Klimawandels ist auch der Hochwasserschutz ein wichtiger Bereich. Wie können wir uns schützen? Welche Pflanzen sind Hochwasser geeignet? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden?

Durch Wolfenbüttel fließt die Oker. Der Fluss, der Im Harz entspringt und in Müden in die Aller mündet, erstreckt sich in Wolfenbüttel von Halchter im Süden bis Groß Stöckheim im Norden. Die Laga 2030 bietet die Chance die Oker erlebbar zu machen und auch auf das Thema Hochwasserschutz aufmerksam zu machen Entsprechende Maßnahmen können ergriffen werden und bisher ungenutzte Potenziale ausgeschöpft werden. Denn Wasser ist vielseitig. Diese Vielseitigkeit kann die Laga 2030 präsentieren und das Bewusstsein der Bevölkerung stärken.

Thema 3: Gärtnerstadt

Das Gärtnern ist vielfältig und bringt in Wolfenbüttel Tradition mit sich.

Dennoch hat der Klimawandel in den vergangenen 20 Jahren das Gärtnern verändert. Der Trend geht zum natürlichen Gärtnern. Es gibt zudem neue Schädlinge, neue Werkzeuge und Pflanzentrends. Nur Gurken, Tomaten und Kohl - das war einmal. Längst beeinflussen Menschen aus aller Welt die Gartenkultur. Chili, Paprika, russische Fleischtomaten, Koriander und viele Minzearten wachsen selbstverständlich in den Gärten. Mit den veränderten Bedürfnissen der Gärtner haben sich auch die Angebote geändert. Idee ist es daher, die Tradition wieder aufleben zu lassen, das historische Gut mit modernen und innovativen Möglichkeiten des Gärtnerns von heute zu verknüpfen.

Im Fokus des Gärtnerns steht in der heutigen Zeit aber nicht nur der Anbau von Lebensmitteln zur Selbstversorgung und regionaler Spezialitäten. Die Faktoren Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Entschleunigung sind heute ebenfalls vorantreibende Kräfte. Der Garten dient neben dem Anbau von Nutzpflanzen oder anderen Blumen auch als Naherholungsort. In der heutigen Zeit – geprägt von Krisen und Veränderungen – sehnen sich die Menschen nach einem Ort der Entschleunigung. Vor allem in der Stadt, welche Angelpunkt wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen ist, wird das Verlangen nach Entschleunigung, Naherholung und Natur immer größer.

Die Gegebenheiten in Wolfenbüttel ermöglichen es Garten und Wohnen miteinander zu verzahnen und somit eine Chance die nachhaltige Stadtentwicklung voranzutreiben. Das Gelände der Laga 2030 könnte die Chance bieten, das Wohnzimmer der Region zu werden. – „Wohlfühlbüttel“

Garten – Pflanzen – Wohlfühlen

Bürgerbeteiligung

Welches Thema sollte eine Landesgartenschau in Wolfenbüttel haben? Und hier sind alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt gefragt. Die Stadtverwaltung hat bereits drei Themen in die engere Auswahl genommen, welche allesamt mit Wolfenbüttel in Verbindung stehen:

  1. Zusammenwachsen
  2. Wasser
  3. Gärtnerstadt

Zwischen diesen drei Themen dürfen die Einwohnerinnen und Einwohner nun abstimmen. Die Umfrage startet am 1. September und endet am 30. September 2023.

Umfrage zum Thema der Landesgartenschau 2030

Zudem liegt die Umfrage auch ausgedruckt am Infotresen des Rathauses aus. Die Stadtverwaltung freut sich über zahlreiche Teilnahmen.