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Das DRK erweitert sein Beratungsangebot in der Stadt

Ab Februar wird es ein neues Angebot geben im Eberts Hof, den der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel in der Stadt betreibt (Großer Zimmerhof 29). In der dortigen "Rot-Kreuz-Ecke" findet dann immer donnerstags von 9.30 bis 13 Uhr die Migrationsberatung der DRK-Flüchtlingshilfe statt.

Zwei Frauen an einem Stehtisch mit einer Blumenvase. Im Hintergrund stehen Sessel und Tische. © Regio-Press
In der DRK-Ecke im Eberts Hof: Frederike Schwieger (links) und Christel Seigneur bieten jeden Donnerstag am Großen Zimmerhof 29 die Migrationsberatung an

"Wir planen das schon lange und werden es nun endlich umsetzen", erklärt Frederike Schwieger. Sie leitet nicht nur die Beratungs- und Koordinierungsstelle ,Flüchtlings- und Migrationshilfe' im Kreisverband, sondern ist seit Kurzem auch hauptamtliche Tafel-Leiterin. Bislang sei die Beratungsstelle am Exer ansässig und nicht für alle gut erreichbar. "Wir dürfen nicht vergessen, dass die Ratsuchenden aus dem gesamten Landkreis kommen und sogar aus Baddeckenstedt – wenn sie dann endlich in Wolfenbüttel sind, sollten sie nicht auch noch zum Exer müssen."

Die Beratungsstunden übernimmt ein neues Gesicht in der DRK-Flüchtlingshilfe: Christel Seigneur stammt aus Frankreich, lebt aber schon seit 15 Jahren in Wolfenbüttel. "Ich kenne die Schwierigkeiten, die es in einem neuen Land geben kann", sagt sie und berichtet von großer Akzeptanz ihrer Person unter den Geflüchteten.

Ganz sicher trägt auch ihre Sprachfertigkeit dazu bei. Neben Französisch und Deutsch spricht Christel Seigneur Englisch, Spanisch und Italienisch. "Damit komme ich schon gut über die Runden, obwohl es immer wieder neue Herausforderungen gibt." Kürzlich stand erstmals ein Uigure vor der Tür, da war dann Chinesisch/Mandarin gefragt. "Zum Glück haben wir für solche Fälle einen Dolmetscher-Pool, auf den wir zurückgreifen können."

Die Flüchtlingshilfe des Roten Kreuzes betreut derzeit im Landkreis Wolfenbüttel mehr als 200 Familien und Einzelpersonen. "Im Augenblick sind wir mit zwei Personen etwas dünn besetzt", sagt Frederike Schwieger. "Darum suchen wir eine dritte Kraft." Erforderlich ist dafür ein Abschluss in Sozialarbeit. Es sind Verträge in Teilzeit und Vollzeit denkbar.

"Bei der Beratung geht es um Asylverfahren, Sozialberatung sowie um medizinische und organisatorische Fragen", zählen die beiden auf. Außerdem helfe das DRK bei Fragen um Schule, Ausbildung und nicht zuletzt das in Deutschland praktizierte System von Gesellschaft und Verwaltung. "Bei Bedarf unterstützen wir die Klientinnen und Klienten auch dabei, zu anderen Beratungsstellen Kontakt aufzunehmen."

Neben der eigenen Öffentlichkeitsarbeit sorgt die Mundpropaganda für den Bekanntheitsgrad der Beratungsstelle. "Die Tafel und die DRK-Fahrradwerkstatt sind für uns tolle Multiplikatoren." Auch die Sozialarbeiter der umliegenden Gemeinden sowie andere Kooperationspartner schicken die Ratsuchenden an den Exer – und künftig in den Eberts Hof.

Dort finden die Beratungen aber nur nach Terminvergabe statt: durch telefonische Anfrage über 05331 927842840 oder per Mail: fluechtlingshilfe@drk-kv-wf.de.

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29.01.2024