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Hilke Wach erfüllt sich ihren Traum vom Ironman Hawaii

Zwei Jahre nach einem schweren Radunfall, der ihren Traum von der der Teilnahme an der Triathlon-Weltmeisterschaft platzen ließ, hat sich Hilke Wach nun einen Herzenswunsch erfüllt: die Teilnahme am legendären Ironman auf Hawaii.

CopilotHier ist eine barrierefreie Bildbeschreibung:
Das Bild zeigt eine Person, die bei einem sportlichen Wettkampf läuft. Die Person trägt einen eng anliegenden Triathlonanzug in Weiß mit grünen und gelben Mustern sowie einem Logo auf der Brust. Am Handgelenk sind Armbänder oder Uhren zu sehen, und auf dem Kopf befindet sich ein Visor oder eine Kappe. Im Hintergrund sind weitere Läuferinnen und Läufer erkennbar, die ebenfalls bunte Sportkleidung tragen. Links und rechts am Bildrand stehen Zuschauer, einige halten Mobiltelefone hoch, vermutlich um Fotos oder Videos zu machen. Die Szene ist in einer nächtlichen oder dunklen Umgebung mit künstlicher Beleuchtung aufgenommen, erkennbar an den bunten Lichtreflexen im Hintergrund. © Nico Förster
Hilke Wach beim Ironman Hawaii

Nach Monaten der Ungewissheit, ob sie überhaupt wieder auf ihr früheres Leistungsniveau zurückkehren könnte, qualifizierte sich die Wolfenbütteler Triathletin als Erste ihrer Altersklasse 2024 in Tallin (Estland) für die Weltmeisterschaft und stand am 11. Oktober 2025 tatsächlich an der Startlinie in Kona – dem Mekka des Triathlon- Sports.

Vorbereitet hatte sich Wach mit der Unterstützung von André Albrecht (Intro Wolfsburg), Schwimmtrainer Uwe Rosner (Hannover) und innovativem Zelltraining (IHHT) bei Jörg Otto im GGU TeamRecoveryLab. Zwei Wochen vor dem Rennen reiste sie mit Partner Thorsten nach Kailua-Kona, um sich an das Klima zu gewöhnen und die letzten Trainingseinheiten unter tropischen Bedingungen zu absolvieren.

„So konnten wir uns gut akklimatisieren und den wunderbaren kleinen Ort Kona ein wenig kennenlernen, bevor der große Rummel losging“, erzählt sie rückblickend. Die Bedingungen am Renntag waren anspruchsvoll: Nach nächtlichem Starkregen war die Luftfeuchtigkeit noch höher als sonst. Bei Schwimmen über die 3,8 Kilometer im 27 Grad warmen, bewegten Pazifik mit starker Dünung wurde Wach zwischenzeitlich sogar seekrank.

„Als dann aber im letzten Drittel plötzlich Delfine unter mir schwammen, wusste ich: Das wird ein super Tag!“ Auf der 180 Kilometer langen und höhenmeterreichen Radstrecke nach Hawi und zurück erwarteten die Triathletinnen wechselnde Winde und Hitze – ein Zusammenspiel aus Passat und Thermikwinden, die die Strecke in eine wahre Hitzeschlacht verwandelten. „Das war wie ein riesiger Heißluftföhn“, berichtet Wach. Ihr Rezept: trinken, kühlen, Salztabletten – und jede Menge Durchhaltevermögen.

Beim abschließenden Marathon zeigte sich, dass die Vorbereitung Früchte getragen hatte: Die Beine blieben erstaunlich frisch und so konnte Wach den welligen Kurs sogar genießen. Besonders beeindruckend war der Sonnenuntergang im berühmten „Energylab“. Die letzten Kilometer führten im Dunkeln zurück nach Kona – nur die Absperrhütchen und die Stirnlampen entgegenkommender Läuferinnen wiesen den Weg. Nach zwölf Stunden und drei Minuten erreichte Hilke Wach das Ziel – erschöpft, glücklich und mit einem Lächeln im Gesicht. Sie belegte den 53. Platz in ihrer Altersklasse und wurde 686. von insgesamt 1.568 Starterinnen.

Kontakt

Wolfenbütteler Schwimmverein von 1921 e.V. (WSV)

05.11.2025