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Eine Veranstaltung zum Gedenken an die November-Pogrome 1938.

Die Nationalsozialisten haben viele Verbrechen gemacht.
Daran soll man sich erinnern.
Das ist wichtig für heute und für morgen.
Im November 1938 haben die Nationalsozialisten viele Juden angegriffen.
Das Fachwort dafür ist: Pogrom.
Am Lessing-Platz gibt es einen Gedenk-Stein für die Juden.
Dort hat man sich auch in diesem Jahr an den November 1938 erinnert.
Die Stadt Wolfenbüttel und das Bündnis gegen Rechtsextremismus haben die Bürger und Bürgerinnen von der Stadt eingeladen.
Sie sollten zusammen an den November 1938 denken.

Auf dem Gedenk-Stein steht ein Text.
Der Text erinnert an die jüdischen Bürger und Bürgerinnen von Wolfenbüttel.
Und der Text erinnert an die Synagoge in der Lessingstraße.
Die Synagoge war sehr schön.
Die SS hat die Synagoge in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 angezündet.
Die SS war eine Gruppe von Soldaten.
Die Soldaten haben für Adolf Hitler gearbeitet.
Nach dem Kranzniederlegen haben verschiedene Personen gesprochen.
Zum Beispiel:

  • Sabine Resch-Hoppstock
    Sie ist vom Bündnis gegen Rechtsextremismus in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel.
  • Bürgermeister Ivica Lukanic
  • Dr. Elke-Vera Kotowski
    Sie ist Chef-Kuratorin von der Moses-Mendelssohn-Stiftung.
  • Schüler und Schülerinnen von der Berufs-Fach-Schule Pflege vom Städtischen Klinikum.

Ryszard Pobieda hat mit Klarinettenschülerinnen von der Musik-Schule Musik gemacht.

Der Bürgermeister Ivica Lukanic hat allen Menschen gedankt.
Die Menschen waren bei der Veranstaltung dabei.
Der Bürgermeister hat gesagt:
Sie alle sind wichtig für die Erinnerungs-Kultur in unserer Stadt.
Erinnerungs-Kultur heißt:
Man erinnert sich an wichtige Sachen von früher.
Heute erinnern wir uns an die Nacht vom 9. auf den 10. November.
In dieser Nacht haben viele Synagogen gebrannt.
Synagogen sind Kirchen von den Juden und Jüdinnen.
Viele Geschäfte wurden kaputt gemacht.
Die Geschäfte gehörten Juden und Jüdinnen.
Viele Juden und Jüdinnen wurden schlecht behandelt.
Sie wurden weggebracht oder getötet.
In dieser Nacht hat ein Pogrom angefangen.
Pogrom heißt:
Viele Menschen werden wegen ihrer Religion getötet oder schlecht behandelt.
Vor dem Pogrom gab es schon Hetze gegen Juden und Jüdinnen.
Hetze heißt:
Man sagt schlimme Sachen über eine Gruppe von Menschen.
Nach dem Pogrom gab es Gewalt gegen Juden und Jüdinnen.
Wir müssen uns an diese schlimmen Sachen erinnern.
Das ist wichtig für unser Gewissen.
Wir müssen sagen:
Nie wieder!
Das ist kein Sprich-Wort.
Hinter mir ist die Lessingstraße.
In der Lessingstraße war früher eine Synagoge.
Die Synagoge war das Herz vom jüdischen Leben in Wolfenbüttel.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November wurde die Synagoge kaputt gemacht.
Auch viele Geschäfte und Wohnungen wurden kaputt gemacht in dieser Nacht.
Die Geschäfte und Wohnungen gehörten Juden und Jüdinnen.
Viele Juden und Jüdinnen wurden schlecht behandelt in dieser Nacht.
Sie wurden auch verhaftet.
Der 9. November erinnert uns daran:
Wir müssen Menschen schützen!
Wir müssen zusammenhalten!
Wir müssen alle Menschen gut behandeln!
Alle Menschen haben ein Recht auf Leben!

Der Bürgermeister sagt:
Wir müssen uns an die Geschichte erinnern.
Das ist wichtig für den Frieden in unserer Gesellschaft.
Und es ist wichtig für unsere Demokratie.
In der Demokratie soll es keine Intoleranz geben.
Und es soll keine Ungerechtigkeit geben.
Die Geschichte ist auch heute noch wichtig.
Es gibt viele Probleme in der Welt:

  • In Europa und den USA gibt es viele rechtsnationale Parteien.
  • Russland will mehr Macht haben als andere Länder.
    Deshalb macht Russland Krieg gegen andere Länder.

Auch in Deutschland gibt es Probleme.
Zum Beispiel bei den Kommunal-Wahlen in Nordrhein-Westfalen:
Nur 56 Prozent von den Menschen sind wählen gegangen.
Die AfD hat 14,5 Prozent von den Stimmen bekommen.
Damit ist die AfD die drittstärkste Partei.
Das ist ein Alarm-Signal!
Wir dürfen nicht misstrauisch gegeneinander sein.
Wir dürfen uns nicht ausgrenzen.
Wir dürfen uns nicht gegenseitig die Schuld geben.
Wir müssen zusammenhalten!
Gehen Sie wählen!
Wählen Sie Parteien, die sich an das Grund-Gesetz halten!
Dann können wir zusammenhalten.

Dr. Elke-Vera Kotowski hat auch über die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gesprochen.
Sie sagte:
In dieser Nacht haben Menschen in ganz Deutschland Synagogen zerstört.
Das ist auch in Wolfenbüttel passiert.
Die Menschen haben die Synagogen kaputt gemacht und verbrannt.
Die Menschen haben gesagt:
Die Juden sollen weggehen.
Die Juden gehören nicht dazu.
Die Menschen waren Nachbarn von den Juden.
Oder sie waren Arbeits-Kollegen von den Juden.
Oder sie waren Kunden von den Juden.
Oder sie waren Schüler von den Juden.
Ich denke:
Ich kann für viele Menschen hier sprechen.
Wir können uns nicht vorstellen:
Dass so etwas wieder passiert.
Das ist vor 87 Jahren passiert.
Damals hat man die Juden aus der Gesellschaft ausgeschlossen.
Und man hat die Juden schlecht behandelt.
Heute werden wieder israelische Flaggen verbrannt.
Und Wissenschaftler und Künstler aus Israel werden ausgeladen.
Nach dem Ende der NS-Zeit gab es noch Gruppen in der Gesellschaft mit Antisemitismus.
Viele Deutsche wollten aus der Geschichte lernen.
Sie wollten nie wieder so etwas machen.
Die NS-Zeit ist vorbei.
Aber manche Menschen sagen:
Die NS-Zeit war nicht so schlimm.
Die NS-Zeit war nur ein Vogelschiss in der Geschichte.
Das heißt:
Die NS-Zeit war nur eine kurze Zeit.
Und die NS-Zeit war nicht wichtig für die Geschichte.
Das haben auch Politiker im Deutschen Bundestag gesagt.
In der NS-Zeit gab es Propaganda.
Propaganda heißt:
Man erzählt den Menschen etwas.
Aber das ist nicht wahr.
Man will die Menschen damit beeinflussen.
Zum Beispiel:
Adolf Hitler hatte dunkle Haare.
Aber er hat gesagt:
Nur Menschen mit blonden Haaren sind gute Deutsche.
Er hat diese Menschen auch Blonder Aria genannt.
Joseph Goebbels konnte nicht gut laufen.
Aber er hat gesagt:
Nur schnelle Menschen sind gute Deutsche.
Er hat diese Menschen auch Flinker Wiesel genannt.
Adolf Hitler und Joseph Goebbels haben gesagt:
Nur bestimmte Menschen sind gute Deutsche.
Andere Menschen sind keine guten Deutschen.
Diese Menschen sollen nicht in Deutschland leben.
In der Bibel gibt es eine Geschichte über einen Ziegen-Bock.
Der Ziegen-Bock soll alle Sünden von den Menschen mitnehmen.
Dafür wird der Ziegen-Bock in die Wüste geschickt.
Die Nazis hatten keine Wüste.
Deshalb haben sie Gas benutzt.
Heute gibt es auch Propaganda.
Zum Beispiel:

  • Man erzählt den Menschen etwas
  • Man sagt: Bestimmte Menschen sind schuld an einer Sache
  • Man sagt: Bestimmte Menschen sind Opfer
  • Und andere Menschen sind Täter.

Aber das ist nicht wahr.
Wir müssen aufpassen:
Wir dürfen das nicht glauben.
Der 9. November ist ein besonderer Tag in Deutschland.
An diesem Tag erinnern wir uns an viele Sachen.
Zum Beispiel:

  • 9. November 1848
  • 9. November 1918
  • 9. November 1923
  • 9. November 1989
  • 9. November 1938.

An diesen Tagen ist viel passiert in Deutschland:
Es gab mehr Demokratie in Deutschland.
Und es gab weniger Demokratie in Deutschland.
Alle wollten Freiheit und Demokratie für alle Menschen in Deutschland.
Aber manche Menschen haben keine Freiheit bekommen.
Am 9. November 1848 wurde Robert Blum erschossen.
Robert Blum war ein Politiker.
Er war bei der Frankfurter Nationalversammlung.
Die Frankfurter Nationalversammlung war ein Treffen von Politikern.
Die Politiker wollten eine Demokratie in Deutschland.
Demokratie heißt:
Alle Menschen sollen mitbestimmen können.
Die Menschen dachten:
Bald gibt es eine Demokratie in Deutschland.
Aber dann wurde Robert Blum erschossen.
Das war das Ende von der Revolution 1848/49.
Am 9. November 1918 hat Philipp Scheidemann die Republik ausgerufen.
Das heißt:
Deutschland sollte eine Demokratie werden.
Das war genau 70 Jahre nach dem Tod von Robert Blum.
Die Menschen waren sehr froh und hofften auf eine bessere Zeit.
Der Krieg war vorbei.
Im Krieg gab es viel Not und Elend.
Vorher gab es einen König in Deutschland.
Der König hatte die Macht über alles in Deutschland.
Die Menschen waren nicht gleich viel wert.
Aber schon 5 Jahre später hat Hitler einen Putsch gemacht.
Das heißt:
Er hat die Regierung gestürzt.
Das war am 9. November 1923.
10 Jahre später wurde Hitler gewählt.
Er hatte dann die Macht in Deutschland.
Am 9. November 1938 wurden viele Synagogen angezündet.
Eine Synagoge ist ein Gebets-Haus für Juden und Jüdinnen.
Viele Juden und Jüdinnen wurden an diesem Tag angegriffen.
Dieser Tag heißt auch: Reichspogromnacht oder Reichskristallnacht.
Dieser Tag war kein Zufall.
Der NS-Staat wollte diesen Tag am 9. November machen.
Der NS-Staat wollte damit zeigen:

  • Wir wollen keine Demokratie
  • Wir wollen keine Juden und Jüdinnen
  • Wir wollen keine klugen Menschen.

Am 9. November 1989 ist die Mauer gefallen.
Die Mauer hat Ostdeutschland und West-Deutschland getrennt.
In Ostdeutschland gab es keine Freiheit für die Menschen.
Ostdeutschland wollte ein besseres Land sein als der NS-Staat.
Ostdeutschland wollte ein Land ohne Religion sein.
Und ohne Individualismus sein.
Individualismus heißt:
Jeder Mensch soll so sein können, wie er will.
Ostdeutschland wollte einen Sozialismus haben.
Sozialismus heißt: Alle Menschen sollen gleich viel wert sein
Wir müssen über die Geschichte reden.
Das ist wichtig.
Sonst sind die Gedenkveranstaltungen nur noch ein Ritual.
Wir erinnern uns dann nicht mehr richtig an die Geschichte.
Wir sind heute hier wegen der Geschichte von 1938.
Aber wir erinnern uns auch an andere Jahre.
Zum Beispiel:

  • 1848
  • 1918
  • 1923
  • 1989.

Für Juden und Jüdinnen ist der 9. November ein schlimmer Tag.
Sie haben an diesem Tag viele schlimme Sachen erlebt.
Sie haben Angst um ihr Leben gehabt.
Und sie konnten es nicht glauben, was passiert ist.
Das war so im Jahr 1938.
Damals haben viele Juden und Jüdinnen gedacht:
So etwas kann nicht passieren.
Aber es ist passiert:
Die Nazis haben Synagogen kaputt gemacht.
Und sie haben Juden und Jüdinnen auf der Straße getötet.
Alle Menschen konnten das sehen:

  • die Nachbarn
  • die Kollegen
  • die Freunde.

Das war auch in Wolfenbüttel so.
In Wolfenbüttel gab es eine jüdische Gemeinde.
Die jüdische Gemeinde hat sich in einer Synagoge getroffen.
Die Synagoge war in der Lessingstraße.
In der jüdischen Gemeinde waren viele Patrioten.
Patrioten lieben ihr Land.
Die Patrioten aus der jüdischen Gemeinde haben im Ersten Welt-Krieg gekämpft.
Sie waren sehr mutig.
Dafür haben sie einen Preis bekommen.
Der Preis heißt: Eisernes Kreuz.
Heute denken wir an den November-Pogrom von 1938.
Damals wurden viele Juden und Jüdinnen getötet.
Auch in Wolfenbüttel gab es danach keine jüdische Gemeinde mehr.
Daran wollen wir heute denken.
Aber wir wollen auch an etwas anderes denken:
Juden und Jüdinnen waren mehr als 200 Jahre lang ein Teil von Wolfenbüttel.
Sie haben viel für die Kultur in Wolfenbüttel getan.
Und sie haben viel für die Wirtschaft und für die Wissenschaft getan.
Am 9. November 1938 hat das jüdische Leben in Wolfenbüttel aufgehört.
Das ist richtig.
Aber wir sollten uns die Zeit davor ansehen.
Die Juden haben in Wolfenbüttel viele gute Sachen gemacht.
Das war gut für die Juden.
Und das war gut für die Christen.
Wir wollen heute an eine von diesen guten Sachen denken.
Die Sache war nicht nur gut für Wolfenbüttel.
Die Sache war auch gut für andere Orte in der Nähe von Wolfenbüttel.
Die Samson-Schule war eine jüdische Schule in Wolfenbüttel.
Die Schule wird bald wieder geöffnet.
Die Schule soll zeigen:
Es gab früher Juden in der Region.
Und die Juden haben viel für die Wissenschaft gemacht.
Ich freue mich sehr über die Wiedereröffnung von der Schule.
Denn es gibt schon viele Schüler und Schülerinnen an der Schule.
Sie lernen dort Pflege.
Die Samson-Schule musste 1928 schließen.
Es gab zu wenig Schüler und Schülerinnen an der Schule.
Deshalb ist die Samson-Schule nur ein bisschen ein Opfer von Antisemitismus.
Antisemitismus heißt:
Man hasst Juden.
Und deshalb ist die Samson-Schule auch nicht direkt ein Opfer von den Nazis.
Früher war die Samson-Schule eine religiöse Schule für Juden.
Und sie war eine private Schule.
Später wurde sie eine staatliche Real-Schule.
Dort konnten auch christliche Schüler und Schülerinnen lernen.
Die Real-Schule war sehr bekannt.
Ich komme jetzt zum Schluss:
Wir müssen uns immer wieder an früher erinnern.
Wir müssen uns immer wieder fragen:
Was können wir besser machen?
Die Menschen in Wolfenbüttel wollen sich mit der Geschichte von ihrer Stadt beschäftigen.
Dabei ist auch die Geschichte von den Juden wichtig.
Das habe ich in den letzten Jahren immer wieder gemerkt.
Das motiviert mich:
Ich will mitmachen.
In den nächsten Jahren wird es noch viele Gedenkveranstaltungen geben.
Ich freue mich darauf.
Ich bin die Repräsentantin von der Samson Schule.
Die Samson Schule ist ein Denk- und Gedenk-Ort.
Das heißt:
Man soll an diesem Ort an etwas denken.
Ich will bei den Gedenkveranstaltungen mitmachen.

Bilder dazu

im Flickr-Album: Gedenken an die Novemberpogrome 2025

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10.11.2025 

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