22. bundesweiter Vorlesetag: Wolfenbüttel machte mit!
Zum 22. bundesweiten Vorlesetag am Freitag, 21. November 2025, packte sich auch Bürgermeister Ivica Lukanic ein Buch ein, um Erstklässlern der Wilhelm-Busch-Grundschule eine Freude zu bereiten.
2004 haben DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung den bundesweiten Vorlesetag ins Leben gerufen. Ziel war, ein Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens zu setzen. Am Anfang waren es gerade einmal rund 1.900 Menschen, die sich beteiligt haben. Mittlerweile ist die Zahl der Vorlesenden und Zuhörenden pro Jahr auf rund 800.000 angewachsen. Auch in Wolfenbüttel haben sich wieder zahlreiche Personen die Zeit genommen und vielen Kindern in Schulen und Kitas vorgelesen.
Denn gemeinsames Vorlesen verbindet und schafft Nähe. Doch es kann noch viel mehr: Es ist die wichtigste Voraussetzung, um selbst gut lesen zu lernen, bestärkt Kinder neugierig die Welt zu entdecken - und ist der Schlüssel für ihre Zukunft. Das Jahresmotto „Vorlesen spricht Deine Sprache“ betont, dass Geschichten universell wirken und verbinden. Ob in der Familie, der Schule oder der Kita, zwischen Generationen, verschiedenen Herkunftsländern und Kulturen: Verbindungen stärken Kinder, fördern den Austausch und überwinden Grenzen – sie schaffen Zusammenhalt und sind so vielfältig wie die Aktionen rund um den bundesweiten Vorlesetag.
25 Vorleserinnen und Vorleser besuchten die Schule und lasen in 18 Klassen aus beliebten Kinderbüchern wie „Swimmy“, „Der Ostermann“, „Gespensterjäger“ und „Kommissar Gordon“. Die Kinder waren begeistert, hörten aufmerksam zu und tauchten in spannende Geschichten voller Abenteuer und Fantasie ein. Die Liste der Vorlesenden war beeindruckend: neben Bürgermeister Ivica Lukanic waren dabei: der stellvertretende Landrat Julian Märten, Pastor Robert Schaper und Vikarin Tennro, der Leiter des Polizeikommissariats Niklas Meyer-Ulex, Annette Goslar aus dem Aha-Museum, der Vorstandsvorsitzende des MTV Stephan Ehlers, Thomas Otte von der evangelischen Probsteijugend, Dezernent für Schule, Jugend und Soziales Bernd Retzki sowie zahlreiche Eltern und Großeltern nahmen sich Zeit, um den Kindern die Freude am Lesen näherzubringen.
Ein besonderes Highlight waren die Lesungen in arabischer und russischer Muttersprache für Kinder mit diesen Sprachwurzeln. Diese Beiträge machten den Tag zu einem Symbol für gelebte Vielfalt und Integration. Die Lesungen wurden unterstützt von der Abteilung für Integration sowie der kommunalen Assistenz Nadja Kühn. Für viele Kinder war es ein bewegender Moment, vertraute Geschichten in ihrer eigenen Sprache zu hören – ein starkes Zeichen für Wertschätzung und kulturelle Offenheit.
Die Stimmung war geprägt von Begeisterung und Gemeinschaftssinn. „Es ist wunderbar zu sehen, wie Geschichten Brücken bauen – zwischen Kulturen, Generationen und Menschen“, betonte die Schulleiterin Claudia Rudat. Der Vorlesetag zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Lesen für Bildung, Fantasie und Zusammenhalt ist. Fazit: Ein rundum gelungenes Ereignis, das die Wilhelm-Busch-Grundschule nicht nur in ein Haus voller Geschichten verwandelte, sondern auch ein starkes Zeichen für Integration, Miteinander und Vielfalt setzte.