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Nachholtermin: Kuratorin Clara Marz spricht über „Frauen im geteilten Deutschland“ (5. Mai)

Seit über drei Jahrzehnten ist die deutsche Teilung Geschichte. Dennoch begegnet man (und frau) immer noch vielen Klischees, die Frauen aus Ost- und Westdeutschland zugeschrieben werden. Die Liste der Zuschreibungen ist lang. Obwohl sie sich teilweise grotesk widersprechen, zeugen sie doch alle von der Überzeugung, man wisse genau, wie DIE Ostfrau und DIE Westfrau eigentlich ticken.

Das Bild zeigt eine Person, die ein Buch mit dem Titel »Frauen im geteilten Deutschland« hält. Im Hintergrund sind drei große Ausstellungspaneele zu sehen, die historische Schwarz-Weiß-Fotografien und Texte enthalten. Die Überschriften der Tafeln lauten:

»Frauenpower im Systemvergleich«
»Jenseits der Normen«

Die Tafeln thematisieren Frauenrollen und gesellschaftliche Unterschiede in Ost- und Westdeutschland. Die Gestaltung kombiniert historische Fotos mit orangefarbenen Textfeldern und modernen grafischen Elementen. © Bundesstiftung Aufarbeitung
Kuratorin Clara Marz, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, vor der Ausstellung Frauen im geteilten Deutschland. Foto Bundesstiftung Aufarbeitung


Vor allem eines scheint klar zu sein: Eigentlich „ticken“ sie alle gleich, aber im Vergleich zum anderen Teil Deutschlands sehr unterschiedlich. Woher kommen diese Zuschreibungen? Und was ist an ihnen dran? Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die vom 15. Januar bis 4. Oktober 2026 im Bürger Museum Wolfenbüttel zu sehen ist.

Die Kuratorin Clara Marz, Projektmanagerin im Bereich Jahresausstellungen und Kommunismusgeschichte der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, spricht am Dienstag, 5. Mai 2026, um 17 Uhr im Bürger Museum über die Entstehung der 20 Ausstellungstafeln und das Anliegen, die vielfältigen Erfahrungen von Frauen sichtbar zu machen und deren deutsch-deutsche Lebenswirklichkeiten mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu betrachten.

Eine Anmeldung ist erforderlich unter museum@wolfenbuettel.de oder 05331 92460.

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04.03.2026