Unternehmerfrauen im Handwerk informierten sich im Rathaus
Was ist los im Konzern Stadt Wolfenbüttel. Das interessierte am Mittwoch, 4. Februar 2026, den Arbeitskreis Wolfenbüttel der Unternehmerfrauen im Handwerk. Vorsitzende Marina Warnecke dankte für die Einladung ins Rathaus. Ivica Lukanic zeigte sich für alle Fragen offen, informierte aber auch über aktuelle Herausforderungen, gab einen Rückblick auf das bisher Erreichte und wagte auch einen kurzen Ausblick auf die kommenden Jahre.
Das Kerngeschäft eines Bürgermeisters sei nicht Händeschütteln bei Empfängen, sondern, im Fall von Wolfenbüttel, die Leitung eines Konzerns mit insgesamt über 2600 Mitarbeitern. Dies ist natürlich mit vielen Herausforderungen verbunden.
Zu Beginn der laufenden Wahlperiode mussten noch die Auswirkungen der Coronakrise verdaut werden, als sich dann mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine die nächste Krise anschloss. „Die Konjunkturdelle wurde dadurch enorm verstärkt“, so Lukanic rückblickend. Weiter ging es unmittelbar mit der globalen Energiekrise aufgrund der Gasmangellage; mit Lieferengpässen, Inflation und Zinswende nahmen die Hiobsbotschaften kein Ende. Vor Ort gab es dann noch Hochwasser und Starkregenereignisse. „Hier müssen wir stark investieren“, so Lukanic. Es sei also deutlich zu merken: Die Einnahmen für den Haushalt der Stadt sinken, die Ausgaben jedoch steigen. Die Konsolidierung des Haushalts sei somit unausweichlich.
Der Bereich Finanzen sei jedoch nur eine Aufgabe, die erledigt werden müsse. Die Gewinnung von Fachpersonal („Uns steht eine Ruhestandswelle ins Haus“), das Thema Digitalisierung, die Bereiche Klima und Umwelt (zum Beispiel Wärmeplanung), Bildung und Betreuung (zum Beispiel Anspruch auf Ganztagesbetreuung), Gesundheitsvorsorge (Investitionen ins Klinikum), Energie (Investition in den Netzausbau oder in Windkraft) oder eben die Wohn- und Stadtentwicklung. Egal aber, in welchem Bereich etwas getan werden muss, es werde immer Veränderungen geben – und die werde auch nicht jeder gut finden. „Wir müssen aber dazu stehen, wollen wir die Zukunft der Stadt auf sichere Beine stellen.