Einordnung der Szenarien
Intensives Starkregenereignis (Starkregenindex SRI 5)
Dieses Ereignis tritt statistisch etwa einmal alle 30 Jahre auf. Bei einem intensiven Starkregen können Kanalisation und Regenrohre das Wasser nicht mehr vollständig aufnehmen und abführen. Es kommt in der Regel zur Ansammlung von Regenwasser auf Straßen und Grundstücken. Wasser kann in Gebäude eindringen, und bei fehlendem Rückstauschutz kann Regen- oder Schmutzwasser zurückstauen.
Extremes Starkregenereignis (Starkregenindex SRI 10)
Dieses Ereignis tritt statistisch seltener als alle 100 Jahre auf. Bei einem extremen Starkregen sind Kanalisation und Regenrohre vollständig überlastet. Auch viele Straßen und Grundstücke können keine weiteren Regenmengen mehr aufnehmen. Auf tiefergelegenen Grundstücken und in Senken besteht akute und großflächige Überflutungsgefahr. Es ist mit erheblichen und gehäuften Schäden durch einfließendes Wasser an nicht ausreichend gesicherten Gebäuden und Tiefgaragen zu rechnen.
Wichtig: Da es sich um Modellberechnungen handelt, sind die angegebenen Wiederkehrzeiten statistische Mittelwerte und bieten lediglich einen Anhaltspunkt. Der menschengemachte Klimawandel kann diese Abstände tendenziell verkürzen. Aufgrund ihrer räumlichen Begrenzung sind Starkregenereignisse zudem nahezu unmöglich präzise vorherzusagen. Die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Starkregenauswirkungen hängen stark von der Art des Ereignisses, der vorhandenen Infrastruktur sowie den naturräumlichen Gegebenheiten ab.