Potenzialanalyse - Windpotenzialgebiete
In die Potenzialanalyse wurden die sich in der laufenden Planung befindlichen Windvorranggebiete des Regionalverbands Großraum Braunschweig aufgenommen. Die Hauptfläche des Prüfgebiets nördlich von Salzdahlum sind circa 68 ha. Splitterflächen in dem Gebiet umfassen noch einmal knapp 17 ha. Eine weitere Fläche südöstlich von Adersheim hat eine Größe von circa 35 ha. Bei theoretischer Errichtung von drei Windkraftanlagen auf den Flächen (ohne Splitterflächen) mit einer Nennleistung von jeweils 5.500 kW ergibt sich ein theoretisch nutzbares Windstrompotenzial von insgesamt circa 51.000 MWh pro Jahr.
In Kombination mit Wärmepumpentechnologien (typische Arbeitszahl 3–4) könnten aus dem so erzeugten Strom bis zu 153 - 204 GWh/a an Wärme generiert werden. Das bedeutet, dass die Wärmepumpe aus 1 kWh Strom 3 bis 4 kWh Wärme produziert. Der Vorteil gegenüber anderen erneuerbaren Energien liegt in der hohen Ertragsdichte der Windenergie, insbesondere an Standorten mit überdurchschnittlichen Windverhältnissen. Der tatsächliche Zubau von Windenergieanlagen ist abhängig von Genehmigungsverfahren, Akzeptanz vor Ort und der konkreten Ausweisung geeigneter Flächen im Flächennutzungsplan. Die Integration in lokale Wärmeversorgungskonzepte kann darüber hinaus separate Speicherlösungen und gegebenenfalls weitere Netzertüchtigungen erfordern. Das Windenergiepotenzial stellt eine strategisch bedeutende Option zur Versorgung des Wärmesektors mit erneuerbarer Energie dar.