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Potenzialanalyse - Geothermiepotenzial

Für oberflächennahe Geothermie mittels Erdwärmekollektoren, im unmittelbaren Bereich von circa 1 bis 2 Meter Tiefe im Erdreich, wurde ein theoretisches Potenzial von etwa 4.267.154 MWh/a identifiziert. Dieses unterteilt sich in 

  • Grundstücke mit Gebäude: 697.247 MWh/a
  • Grundstücke ohne Gebäude: 3.569.907 MWh/a

Das Potenzial der Erdwärmekollektoren ist in Verbindung mit dem Einsatz von Wärmepumpen mit einer Arbeitszahl von 4,0 ermittelt worden. Die Arbeitszahl bildet dabei einen Kennwert wie effizient die Wärmepumpe die Wärmequelle, in diesem Fall das Wasser aus den Erdwärmekollektoren, für die weitere Wärmegewinnung nutzt. Die Berechnungen zur Geothermie richten sich alle nach der Richtlinie VDI 4640. Demnach sind Restriktionsflächen, wie zum Beispiel Friedhöfe, bereits ausgeschlossen worden. Für tiefergehende geothermische Sonden wurde ein theoretisches Potenzial von circa 22.938.253 MWh/a berechnet. Dieses unterteilt sich in

  • Grundstücke mit Gebäude: 3.039.106 MWh/a
  • Grundstücke ohne Gebäude: 19.293.926 MWh/a

Auch dieses Potenzial ist in Verbindung mit dem Einsatz von Wärmepumpen mit einer Leistungszahl von 4,0 ermittelt worden. Die errechneten Wärmemengen stellen zunächst eine sehr große theoretische Energiemenge dar. Gleichzeitig ist zu beachten, dass das hohe Gesamtpotenzial lediglich theoretischer Natur ist und noch wenig über die Realisierbarkeit aussagt. In der Praxis liegen die Umsetzungsquoten sogenannter Erdwärmepumpen unter 10 Prozent. Hohe Investitionskosten und genehmigungsrechtliche Hürden können realisierbare Standorte einschränken. Daher ist eine standortbezogene Prüfung unerlässlich.