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Offener Brief des Bürger­meisters zur Ukraine­hilfe

Liebe Wolfenbüttelerinnen und Wolfenbütteler,
Sie sind großartig! Ich freue mich über die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger, die Ihre Unterstützung anbieten, ideenreich, mit vollem Einsatz und vor allen Dingen solidarisch den Menschen gegenüber, die in der Ukraine um ihre Angehörigen bangen oder trauern, und den Vertrieben helfen möchten. Auch wenn wir derzeit im Moment nur zusehen können, gilt es, insbesondere was Sachspenden betrifft, abzuwarten.

Ein Mädchen mit einem blaugelben Blütenkranz steht in einem Kornfeld und breitet die ukrainische Flagge mit den Armen aus. Daneben steht "Ukrainehilfe Ihre Unterstützung" © Pixabay.com
Hilfe für die Ukraine

Auch wenn wir vor Ort alle Vorbereitungen treffen, bin ich allerdings fest davon überzeugt, dass bald Ihre ehrenamtliche Unterstützung benötigt wird und ich beziehungsweise wir als Stadt auf Ihre Unterstützungsangebote zurückkommen werden.

Wie können Sie, liebe Wolfenbüttelerinnen und Wolfenbütteler, jetzt helfen?

Vor Ort, in den Auffanglagern in Kiew und in den Grenzgebieten der Ukraine zu Polen und der Slowakei, werden derzeit Lebensmittel und Medikamente benötigt. Für Erstmaßnahmen vor Ort, wie beispielsweise Zelte, Decken und ähnliches, gibt es Zentrallager für Auslandseinsätze, die durch die Hilfsorganisationen zum Einsatzgebiet gebracht werden.

Die meisten Menschen möchten nicht weit weg fliehen, sondern verbleiben in den angrenzenden Ländern. Insbesondere zu Polen bestehen sehr viele freundschaftliche und verwandtschaftliche Bindungen. Es ist enorm wichtig, dass die Unterbringung und Versorgung in den Grenzgebieten stattfinden kann.

Die Bundes- und Landesverbände der Hilfsorganisationen, die Wohlfahrtsverbände und Flüchtlingshilfen empfehlen derzeit noch keine Sachspendensammlungen. Meine Kolleginnen und Kollegen im Rathaus stehen im Austausch mit den Hilfsorganisationen hier in Wolfenbüttel. Diese werden laufend über die Anforderungen aus den Krisen- und den Fluchtgebieten informiert. Sobald eine Möglichkeit besteht und feststeht was vor Ort auf konkrete Anforderung benötigt wird, kann eine gezielte Sachspendensammlung stattfinde. Hierzu stehe ich mit den örtlichen Hilfsorganisationen über einen möglichen Hilfsgütertransport in Kontakt.

Eine Geldspende hilft!

In der derzeitigen Situation hilft eine Geldspende. Das ist die beste Unterstützung für die humanitäre Hilfe vor Ort. Hiermit kann Menschen in den Fluchtgebieten, aber auch über die Hilfsorganisationen in den derzeit entstehenden Unterkünften in den Krisenregionen, geholfen werden. Hier droht wegen der Kriegshandlungen, die Versorgung zusammenzubrechen und die einzigen, die dort helfen können, sind Organisation wie die Malteser oder die Rotkreuz-Verbände.

Für Geldspenden haben Landkreis und Stadt ein Konto eingerichtet. Stadt und Landkreis werden einen Beitrag einzahlen und jeder Euro zählt. Ihre Spenden können auf das Konto DE49 25050000 0199 9536 54 (Nord LB Hannover) des Landkreises Wolfenbüttel mit dem Stichwort „Solidarität Ukraine“ eingezahlt werden. Bis zu einer Summe von 300 Euro reicht der Einzahlungsbeleg als Spendennachweis aus. Bei größeren Spendensummen kann eine Spendenquittung per E-Mail an referat01@lk-wf.de unter Angabe des Namens und der Adresse angefordert werden. 

Wann kommen Flüchtlinge in Wolfenbüttel an?

Derzeit wurden der Stadt noch keine ukrainischen Geflüchteten zugewiesen. Grundsätzlich werden aufzunehmende Personen zentral über die Landesaufnahmebehörden verteilt und anschließend den Kommunen zugewiesen. Die Erfassung und Verteilung beginnen bereits bei Grenzübertritt. Wann und wie viele Personen zu uns nach Wolfenbüttel kommen werden, lässt sich derzeit noch nicht abschließend abschätzen. Die Schätzungen gehen derzeit sehr auseinander. Dennoch gehe ich davon aus, dass sehr kurzfristig Menschen aus der Ukraine zu uns kommen. Sie sollen bei uns in Sicherheit sein und herzlich empfangen werden.

Wie und wo kommen die Menschen unter?

Die Stadt wird versuchen, die Geflüchteten zunächst in Wohnungen unterzubringen, die bereits ausgestattet sind. Die Ankommenden werden untergebracht, versorgt und anschließend steht die Stadt im Rahmen ihrer Integrationsarbeit als Ansprechpartner bei Bedarf und zur Begleitung zur Verfügung.

Es gibt darüber hinaus auch Privatpersonen in Deutschland, die Freunde oder Verwandte in der Ukraine haben und diese bei sich aufnehmen. Außerdem gibt es die Internetseite Unterkunft für Menschen aus der Ukraine  auf der man sich anmelden kann, falls man selbst eine Person bei sich zuhause aufnehmen möchte.

Darüber hinaus wird die Stadt Wolfenbüttel die Gemeinschaftsunterkunft Lange Straße reaktivieren, um Menschen aufnehmen zu können, wenn die vorrangige Unterbringung in Wohnungen nicht möglich sein sollte. Daran wird schon mit Hochdruck gearbeitet. Darüber hinaus werden auch weitere Optionen der Unterbringung geprüft.

Wenn Sie eine Wohnung in der Stadt Wolfenbüttel an Menschen aus der Ukraine vermieten wollen, können Sie uns unter ukrainehilfe@wolfenbuettel.de anschreiben.

Ihr Ivica Lukanic
Bürgermeister

Weitere Informationen

Informationen zu Hilfen für Menschen aus der Ukraine