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„Persönliche und individuelle Betreuung liegt mir am Herzen“

Seit einigen Monaten ist Dr. Marleen Pöhler als Oberärztin in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe tätig.

Dr. Marleen Pöhler widmet sich in ihrer Arbeit vor allem Erkrankungen der weiblichen Brust, insbesondere der Diagnostik und operativen Therapie bei Brustkrebs. © Städtisches Klinikum
Dr. Marleen Pöhler widmet sich in ihrer Arbeit vor allem Erkrankungen der weiblichen Brust, insbesondere der Diagnostik und operativen Therapie bei Brustkrebs.
 

Die zertifizierte Senior Mamma-Operateurin widmet sich in ihrer Arbeit vor allem Erkrankungen der weiblichen Brust, insbesondere der Diagnostik und operativen Therapie bei Brustkrebs. Sie tritt damit die Nachfolge von Dr. Manfred Floren an, der nach über 30 Jahren am Wolfenbütteler Klinikum in den Ruhestand verabschiedet wurde.

„Ich möchte an das anknüpfen, was Dr. Floren im Bereich der Mammachirurgie in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich aufgebaut hat. Gleichzeitig habe ich natürlich klare Ziele vor Augen, um das Bestehende zum Wohle unserer Patientinnen weiterzuentwickeln“, erklärt die Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. So sei beispielsweise die Einführung einer strahlungsfreien Methode für die Detektion des Wächterlymphknotens geplant. Als Senior-Mamma-Operateurin - eine von der deutschen Krebsgesellschaft (DKG) verliehene Qualifikation – verfüge sie über die entsprechende Expertise, um auch weiterführende Operationen an der Brust anbieten zu können. Standard bleibe die „kleine Tumortherapie“ als brusterhaltende Operation. Bei größeren Tumoren können nun jedoch auch brustverkleinernde Eingriffe durchgeführt oder der Ersatz von Brustdrüsengewebe durch die Einlage einer Prothese in die Brust angeboten werden. Dadurch könne in den meisten Fällen eine Amputation vermieden werden. „Von der ersten Beratung der Patientin mit einem auffälligen Tastbefund über die histologische Sicherung und Diagnose, bis zur operativen Entfernung des Tumors, können die Patientinnen auch in Zukunft hier in der Gynäkologie versorgt werden. Und dies auf dem Niveau eines Brustzentrums“, so die aus Bad Harzburg stammende Ärztin, die zuvor 14 Jahre in einem zertifizierten Brustzentrum tätig war.

Portät eines Mannes © Städtisches Klinikum
Nach über 30 Jahren im Städtischen Klinikum verabschiedete sich Dr. Manfred Floren in den Ruhestand.

Eine Aussicht, die auch ihren Vorgänger Dr. Manfred Floren freut: „Ich bin natürlich froh, dass man so eine kompetente Nachfolgerin gefunden hat. So kann die Abteilung mit einem deutlich erweiterten Portfolio in die Zukunft gehen. Besonders am Herzen liegt mir natürlich die Ausbildung der Assistenzärzte. Auch hier wird Frau Dr. Pöhler durch ihre Ausbildung als Senior Mamma-Operateurin neue OP-Verfahren weitervermitteln. Nach mehr als 30 Jahren im Städtischen Klinikum verabschiedete sich der Leitende Oberarzt im vergangenen Oktober in den wohlverdienten Ruhestand. „Wenn ich die zurückliegenden 35 Jahre betrachte, hat sich doch vieles verändert. Deutlich mehr Personal und damit weniger Arbeitsbelastung, besonders in den Nachtdiensten. Auch die Anzahl der Dienste reduzierte sich deutlich. 15 Nachtdienste in der Urlaubszeit oder Wochenenden von Freitag bis Montag waren üblich. Diese intensive Zusammenarbeit schweißte die Belegschaft zusammen, auch in der Freizeit. Für die Patienten gab es deutliche Verbesserungen. In den 80er Jahren bedeutete die Diagnose Brustkrebs die Entfernung der Brust und der axillären Lymphknoten. Die Einführung der Sentinel-Lymphknoten-OP und neue Chemotherapien erlaubten brusterhaltende Operationen - ein Segen für die Patientin. Ich wünsche mir für unser Team eine weiterhin so gute Zusammenarbeit wie bisher und Frau Dr. Pöhler viel Spaß und Erfolg in unserem Krankenhaus.“

Wünsche, die Pöhler nur allzu gern in die Realität umsetzen möchte. Dabei könne sie auf ein bestens funktionierendes Netzwerk zurückgreifen, welches die Zusammenarbeit innerhalb des Hauses mit anderen Abteilungen, Breastnurses und Psychoonkologen, sowie externen Partnern aus gynäkologischen Praxen, Onkologie, Nuklearmedizin, Strahlentherapie und Sanitätshäusern umfasst. Darüber hinaus habe sich die von Dr. Floren initiierte Brustsprechstunde etabliert und soll auch weiterhin an zwei Wochentagen angeboten werden. Das Angebot richte sich an alle Patientinnen mit einer entsprechenden Problematik. Dies könne ein gutartiger Befund bei jungen Frauen, ein Tastbefund zur weiteren Abklärung, oder der grundlegende Wunsch nach einem Beratungsgespräch sein. Auch Männer mit einem unklaren Befund an der Brust können sich vorstellen. Ein Termin für die Sprechstunde kann mit einer Überweisung eines gynäkologischen Facharztes über das Sekretariat der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe vereinbart werden.

„In einem Haus der Grund- und Regelversorgung wie unserem kann man sich nicht auf eine bestimmte Tätigkeit beschränken, grade dieser Aspekt hat mich gereizt. Ich habe hier die Möglichkeit, ein breitgefächertes Fachgebiet auf hohem Niveau abdecken zu können, und die Senologie weiterzuführen. Hinzu kommen die familiäre Atmosphäre und das kollegiale Miteinander im Klinikum“, erklärt die Oberärztin ihre Entscheidung für das Städtische Klinikum. Darüber hinaus wolle sie die Assistenzärzte für das Gebiet der Mammachirurgie begeistern und ihre Expertise im Rahmen der Ausbildung weitergeben. Patientinnen können laut Dr. Pöhler auch in Zukunft eine engmaschige und persönliche Betreuung erwarten: „Bei uns gibt es keine Fließbandarbeit. Als verlässlicher und fester Ansprechpartner setzen wir uns stets intensiv mit unseren Patientinnen auseinander.“ Auch technisch sei man im Klinikum bestens aufgestellt. Erst kürzlich wurde ein neues Ultraschallgerät in Betrieb genommen, welches speziell für die Diagnostik an der weiblichen Brust konzipiert wurde. „Das Gerät verfügt über eine hervorragende Bildgebung, ermöglicht somit eindeutigere Befunde und kann sogar kleinste Tumore von unter fünf Millimeter Größe sehr gut darstellen“, berichtet Dr. Pöhler – ein weiterer Schritt in die Zukunft zum Wohle ihrer Patientinnen.

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