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Stadt sucht Kurzzeit-Mieter für "Laden auf Zeit"

In der Lessingstadt soll ab 1. Mai ein Pop-up-Store für ein Jahr öffnen. Dafür sucht das Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus der Stadt interessierte Mieterinnen und Mieter, die ihr Angebot in einem Zeitraum von zwei Wochen bis zu drei Monaten mit den Kunden der Fußgängerzone ausprobieren wollen. Die Miete beträgt dabei 1 Euro je Tag inklusive aller Nebenkosten. Das Projekt ist Teil des hiesigen Förderprogramms "Perspektive Innenstadt".

von links: Jonas Münzebrock, Olaf Salge und Björn Reckewell © Stadt Wolfenbüttel
von links: Jonas Münzebrock, Olaf Salge und Björn Reckewell

Wo wird der "Laden auf Zeit" sein?

Um den Mieterinnen und Mietern des Ladens optimale Voraussetzungen zu bieten, hat das Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus der Stadt zuerst einmal alle Leerstände der Innenstadt gesichtet und mit einer internen Jury abgestimmt. Die daraus hervorgegangenen Favoriten wurden eingehend begutachtet. Neben der Lage war vor allem der bauliche Zustand ein wichtiges Kriterium, da das Förderprogramm einen schnellen Start erfordert und bauliche Maßnahmen nicht im Rahmen der Förderung in Betracht kommen können. Aus diesen und weiteren Kriterien hat sich schnell die ehemalige BackWerk-Filiale (Lange Herzogstraße 16) als Lösung herauskristallisiert, die mit Hilfe der S&T Immobilien und dank des persönlichen Einsatzes von Makler Olaf Salge und seitens der schnellen Hilfe der Eigentümer nunmehr ab 1. Mai 2022 für ein Jahr genutzt werden kann. Mitten im Herz der Fußgängerzone positioniert sich dann für ein Jahr der "Laden auf Zeit".

Welche Sortimente können mitmachen?

Viele Stimmen aus den Bereichen der Stadtplanung, des Innenstadtmanagements und anderer Stellen sprechen immer wieder davon, dass die Innenstädte mehr sein müssen als ein reiner Ort des Einzelhandels. Oftmals wird dabei der Begriff des „Dritten Ortes“ genutzt. Dieser beschreibt Orte, die für die Menschen neben ihrem persönlichen Zuhause in Form der Wohnung oder Hauses (1. Ort) und neben dem Arbeitsplatz (2. Ort) regelmäßig und gern aufgesucht werden. Im Sinne dieses dritten Ortes soll der "Laden auf Zeit" einerseits natürlich für neue Sortimente und Angebote des Einzelhandels zur Verfügung stehen. Andererseits würde sich die Stadt auch über Anfragen für andere Nutzungsarten freuen, die mit ihren Angeboten die Innenstadtattraktivität steigern können. Dazu gehören soziale Angebote der Teilhabe ebenso wir kulturelle Nutzungen. Warum nicht auch mal einen Ort für Salsa-Kurse mitten in der Fußgängerzone an den Abenden ausprobieren? Was aufgrund der Ladenfläche leider nicht möglich ist, sind gastronomische Speisenzubereitungen. Aber vielleicht wird es beim Erfolg des Projekts hierfür zu anderer Zeit Anschlussprojekte geben.

Wie kann man Mieter werden?

Auf der städtischen Internetseite Laden auf Zeit befinden sich alle Informationen rund um den Teilnahmewettbewerb. Dort können sich Interessierte mittels eines Formulars schnell und einfach anmelden. Gefordert wird eine kurze Darstellung der geplanten Nutzung, wobei begleitende Fotos auch nachträglich per Mail nachgereicht werden können. Außerdem informiert ein Antwortbereich bereits über eine Vielzahl an Fragen, die sich bei der geplanten Nutzung stellen können. Eine Jury der Stadt wird sich dann intensiv mit den eingehenden Bewerbungen befassen und sich kurzfristig mit den Bewerberinnen und Bewerbern in Verbindung setzen. Das Ziel entsprechend dem aus dem englischen stammenden Begriff „Pop-up-Store“ ist es, dass die Ladennutzungen in den zwölf Monaten praktisch wie die Pilze aus dem Boden schießen sollen.

Was passiert, wenn der Laden mal leer steht?

Den Organisatoren ist bewusst, dass aufgrund des Förderprogramms die Abläufe sehr kurz sind. Sollte nicht sofort zum 1. Mai ein Mieter zur Verfügung stehen oder sollte es zwischen den Nutzungen mal zu kurzen Leerlaufzeiten kommen, soll der "Laden auf Zeit" mit seinen Schaufensterflächen und der verglasten Eingangstür ebenso auch Vereinen und Einrichtungen zur Zwischennutzung für 1 Euro je Tag zur Verfügung gestellt werden, um Werbung für sich zu machen, ohne dass der Laden dabei durchgehend betreut sein muss. So soll sichergestellt werden, dass es für die gesamte Zeit Nutzerinnen und Nutzer gibt und die Kunden der Innenstadt immer etwas Neues erleben können. Interessierte Vereine und Einrichtungen können sich für die Zwischennutzung formlos unter wirtschaftsfoerderung@wolfenbuettel.de melden.

Wie geht es danach für die Mieter weiter?

Wer als Mieter den "Laden auf Zeit" erfolgreich für sich ausprobiert hat und gute Erfahrungen mit den Kunden sammeln konnte, den betreut das Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus der Stadt  nahtlos weiter. Für Existenzgründer können Kontakte zum Verein "Existenz und Zukunft – das Beraternetzwerk Wolfenbüttel" gemacht werden, wenn vor der Firmengründung noch Beratungen gewünscht werden. Weiterhin wird bei der Suche nach dem richtigen Laden ebenso geholfen, wie auch mit Hilfe des Förderprogramms Innenstadt, bei dem die Betriebe Förderanträge bis zu 10.000 Euro Zuschuss an die Stadt stellen können (Förderrichtlinie Einzelhandel und Gastronomie).

Die Stadt Wolfenbüttel hat die Bedingungen für eine erfolgreiche Erprobungsphase mit dem "Laden auf Zeit" geschaffen und wird die Mieter über die gesamte Zeit betreuen. Jetzt liegt es auf Seiten der Existenzgründerinnen und -gründer und der regionalen Wirtschaft, die Möglichkeiten zu nutzen und wer weiß, welche spannenden Konzepte dann die Kunden erwarten werden?

Weitere Informationen

Internetseite “Laden auf Zeit“


Der "Laden auf Zeit" ist ein Förderprojekt im Rahmen des niedersächsischen Programms Perspektive Innenstadt der NBank. Die EU-Aufbauhilfe REACT EU im Rahmen der Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) soll Kommunen dabei unterstützen, ihre Innenstädte zukunftssicher aufzustellen.


Kontakt

Herr Jonas Münzebrock

Stadtverwaltung Wolfenbüttel
Wirtschaftsförderung

Stadtmarkt 3–6
38300 Wolfenbüttel