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Open Mobility Lab - Raum für zukunftsorientierte Mobilitätsforschung

Die Ostfalia Hochschule hat ihr neues Forschungsgebäude – das Open Mobility Lab (OML) – auf dem Campus Wolfenbüttel offiziell eingeweiht.

Eine Frau und  Mänvierner stehen vor derm Glaseingang eines Gebäudes. © Ostfalia/Philipp Ziebart
(von links) Paul-Werner Huppert, Vorsitzender des Hochschulrats der Ostfalia, Professor Dr. Gert Bikker, Ostfalia-Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, Ostfalia-Präsidentin Professor Dr. Rosemarie Karger, Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler sowie Wolfenbüttels Bürgermeister Ivica Lukanic vor dem neuen Forschungsgebäude Open Mobility Lab am Campus in Wolfenbüttel.

Das neue Gebäude mit einer Gesamtfläche von mehr als 850 Quadratmetern bietet über zwei Etagen Platz für flexible Forschungsflächen und Büroräume, die verschiedene Forschungsteams für die Dauer ihrer jeweiligen Projekte nutzen werden. Besprechungsräume und ein offenes Konzept ermöglichen den stetigen Austausch und bieten ideale Voraussetzungen für inter- und transdisziplinäres Arbeiten im Bereich der Mobilität.

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler, der anlässlich der Einweihung am Mittwoch, 27. April, den Campus in Wolfenbüttel besuchte, sagte: „Ich erinnere mich noch gut an die Vorfreude bei der Bewilligung im Sommer 2019 darauf, dass eine Fachhochschule einen ausschließlich für die Forschung vorgesehenen Neubau bekommt. Nun ist das Open Mobility Lab fertig und bietet tolle Möglichkeiten für die interdisziplinäre Forschung an intelligenten Mobilitätskonzepten. Die hier in Wolfenbüttel geplanten Forschungsaktivitäten werden profilbildend für die Ostfalia wirken und nicht zuletzt zur Stärkung der regionalen Wirtschaft beitragen.“

Ostfalia-Präsidentin Professor Dr. Rosemarie Karger begrüßte die Gäste vor Ort: „Die Eröffnung des Open Mobility Lab ist ein wichtiger Meilenstein für die Forschungsarbeit an unserer Hochschule. In den speziell ausgestatteten Räumlichkeiten finden Forscherinnen und Forscher optimale Bedingungen, um fakultäts- und disziplinübergreifend zu arbeiten.“ Der Leiter des Staatlichen Baumanagements Braunschweig, Thomas Popp, sagte bei der symbolischen Schlüsselübergabe: „Mit dem Open Mobility Lab haben wir einen hochtechnisierten und maßgeschneiderten Forschungsneubau für die Ostfalia Hochschule geschaffen. Trotz der Pandemie ist es uns gelungen, den Zeit- und Kostenrahmen einzuhalten.“

Wolfenbüttels Bürgermeister Ivica Lukanic hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Ostfalia Hochschule als maßgebliche Impulsgeberin für die regionale Entwicklung und als wichtigen Standortfaktor hervor: „Mit der Ostfalia haben wir eine Bildungseinrichtung erster Güte vor Ort und dies wird einmal mehr durch diese neue Forschungseinrichtung untermauert, die zu einer weiteren Aufwertung unserer Fachhochschule beiträgt. Hier an der Ostfalia werden unsere zukünftigen Leistungsträgerinnen und Leistungsträger stets zielgerichtet und praxisorientiert ausgebildet. Das Open Mobility Lab ist eine großartige Ergänzung für diesen Anspruch.“

Zehn Männer und Frauen stehen in einem Raum mit Schreibtischen und Monitoren und lauschen Einem von ihnen, der etwas zu erklären scheint. © Ostfalia/Philipp Ziebart
Die Gäste der Einweihung hatten Gelegenheit bei einem Rundgang durch das Gebäude verschiedene Forschungsprojekte kennenzulernen.
 

Eines der Projekte, welches in den Räumlichkeiten des Open Mobility Lab angesiedelt sein wird, ist das Zukunftslabor Mobilität. In dem Projekt, das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) im Rahmen des Zentrums für digitale Innovationen Niedersachsen gefördert wird, forschen verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen zu verkehrsübergreifenden Systemen. Ein Ziel ist es, die Digitalisierung zu nutzen, um intermodale Mobilitätskonzepte und intelligente Verkehrs- und Transportsysteme zu realisieren. Hiermit soll dem steigenden Verkehrsaufkommen und dem sich verändernden Mobilitätsbedarf in der Region und darüber hinaus begegnet werden.

Der Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer Professor Dr. Gert Bikker sowie der stellvertretende Leiter des Wissens- und Technologietransfers Kai Hillebrecht führten die geladenen Gäste anlässlich der Einweihung durch die neuen Räumlichkeiten. Dabei wurden unter anderem ganzheitliche Prüfsysteme für intelligente Fahrfunktionen vorgestellt. Zudem wurde die EMV-Absorberkammer besichtigt, die im neuen Forschungsgebäude künftig für elektromagnetische Versuche zur Verfügung steht. Darin können – abgeschirmt von Umwelteinflüssen – beispielsweise Steuergeräte und Sensoren für moderne Fahrerassistenzsysteme und für das autonome Fahren getestet werden. Im Obergeschoss folgte eine Präsentation zur Robotik und die Gäste konnten auf einer Deep-Driving-Strecke die Funktionsweise von autonom fahrenden und auf Basis von Künstlicher Intelligenz selbst dazulernenden Fahrzeugen erleben.

Die Gesamtkosten des Neubaus und der zugehörigen Ausstattung belaufen sich auf rund 6,6 Millionen Euro. Finanziert wird er durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen sowie Eigenmittel der Hochschule. Für die Entwürfe und die Planung der Architektur war das Büro Schneider + Sendelbach aus Braunschweig verantwortlich. Bau- und Projektsteuerung lagen in den Händen des Staatlichen Baumanagements Braunschweig.

Kontakt

Ostfalia - Hochschule für angewandte Wissenschaften

Standort Wolfenbüttel

Salzdahlumer Straße 46/48
38302 Wolfenbüttel