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Bundesweiter Tag gegen den Schlaganfall – Klinikum gab Einblicke in Versorgung

"Ein bisschen was geht immer! Bewegung im Alltag wirkt Wunder.“ – unter diesem Motto fand der diesjährige bundesweite Tag gegen den Schlaganfall am Dienstag, 10. Mai 2022, statt.

Collage: Neben ein Foto der Außenansicht des Städtischen Klinikums ist ein Porträt von Professor Doktor Hausmann gestellt. © Klinikum Wolfenbüttel
Prof. Dr. med. Dirk Hausmann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin - Kardiologie sowie Ärztlicher Direktor des Städtischen Klinikums.

Im Städtischen Klinikum Wolfenbüttel werden täglich Patienten in einer speziellen Schlaganfalleinheit auf der Intensivstation von einem interprofessionellen Team versorgt. Wie diese Zusammenarbeit funktioniert und was das für die Patienten bedeutet, schildert das Klinikum in einer Pressemitteilung.

In Deutschland erleiden 270.000 Menschen jährlich einen Schlaganfall. Er stellt damit die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter dar. Was die wenigsten wissen: Noch häufiger hinterlässt ein Schlaganfall unsichtbare Folgen. Rund 80 Prozent der Patienten leiden danach an sogenannten neuropsychologischen Funktionsstörungen, auch wenn sie den Schlaganfall äußerlich vielleicht nahezu unbeschadet überstanden haben.

„Für die Versorgung von Schlaganfallpatienten bedarf es daher eines hochqualifizierten Teams, welches interdisziplinär – also über fachliche Grenzen hinweg - zusammenarbeitet“, erklärt Prof. Dr. Dirk Hausmann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie am Städtischen Klinikum Wolfenbüttel. So seien nicht nur Ärzte und Pflegefachkräfte an der Versorgung beteiligt, sondern unter anderem auch Ergo- und Logopäden sowie Physiotherapeuten. Die Patienten würden zudem vom hervorragenden Netzwerk des Klinikums profitieren: „Dank der Kooperation mit einer direkt im Klinikum ansässigen neurologischen sowie radiologischen Praxis können wir einen hohen Standard bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten vorhalten“, so Hausmann. Hinzu komme die Möglichkeit der Durchführung einer neurologischen Untersuchung aus der Ferne mittels sogenannter Teleneurologie in Zusammenarbeit mit den Versorgungszentren Braunschweig und Celle.

„Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Entscheidend für die Therapie ist, ob es sich um einen ischämischen Schlaganfall, hervorgerufen durch einen Gefäßverschluss im Gehirn, oder einen hämorrhagischen Schlaganfall, aufgrund eines geplatzten Gefäßes im Gehirn mit entsprechender Blutung, handelt“, gibt der Chefarzt einen Einblick ins Fachliche.

Auch im pflegerischen Bereich hält die Versorgung von Schlaganfallpatienten besonders Herausforderungen für das Team bereit. „Mitarbeitende unseres Pflegeteams nehmen regelmäßig am sogenannten Bedside-Training in der Schlaganfalleinheit im Klinikum Braunschweig teil“, erklärt Martina Sharman, pflegerische Abteilungsleiterin der interdisziplinären Intensivstation. Diese ständige Fortbildung unter Kollegen trage entscheidend zur Wahrung des aktuellen Standards in der Versorgung von Schlaganfallpatienten bei.

Zu den häufigsten Symptomen eines Schlaganfalls zählen Seh-, Sprach- und Sprachverständnisstörungen, Lähmungen und Taubheitsgefühle, Schwindel mit Gangunsicherheit sowie sehr starke Kopfschmerzen. „Mit dem FAST-Test lässt sich innerhalb kürzester Zeit der Verdacht auf einen Schlaganfall überprüfen“, so Sharman Der Test stammt aus dem englischsprachigen Raum, wobei das „F“ für „face“ (Gesicht), „A“ für „arms“ (Arme), „S“ für „speech“ (Sprache) und das „T“ für „time“ (Zeit) stehe. Vor allem Letzteres sei zu beachten: „Bei ersten Anzeichen eines Schlaganfalls ist eine zügige Krankenhausversorgung von absoluter Priorität, um langfristige körperliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Zögern sie daher nicht, den Rettungsdienst über die 112 zu alarmieren“, unterstreicht Prof. Dr. Dirk Hausmann die Wichtigkeit des schnellen Handelns.

Betroffene sollten in jedem Fall professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Unterstützend stehen auch die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe und das medizinische Fachpersonal des Klinikums gern beratend zu Seite.

Die Selbsthilfegruppe für Betroffene und Angehörige trifft sich wöchentlich. Neben dem Erfahrungs- und Informationsaustausch stehen über das ganze Jahr verteilt auch Reha-Sport und viele gemeinsame Aktionen und Ausflüge auf dem Programm. Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Klinikums zu finden.

Kontakt

Städtisches Klinikum Wolfenbüttel gGmbH