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Auf Henriette Breymanns Spuren in Watzum

Nach kurzer „Schaffenspause“ hat die Arbeitsgruppe „frauenORT Henriette Breymann“ unter Leitung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Wolfenbüttel, Simone Reese, in der vergangenen Woche einen gemeinsamen Ausflug nach Watzum zu den Ursprüngen Henriette Breymanns unternommen.

Gruppenfoto von fünf  Frauen und einem Mann in Kostüm © frauenORT Henriette Breymann
Die Arbeitsgruppe "frauenORT Henriette Breymann" war auf Henriette Breymanns Spuren in Watzum unterwegs

Ortsheimatpfleger und Mitglied der Arbeitsgruppe, Walter Lehmann, begrüßte die Besucherinnen zünftig und begeisterte während der Führung durch Watzum mit Geschichte und Geschichten.

Henriette Breymann wurde am 14. September 1827 geboren. Dennoch ist die Erinnerung an die Reformpädagogin und ihre Familie sehr lebendig. Es gibt immer wieder Menschen, die davon berichten, dass sie jemanden kennen, die mit der Frau, der Familie oder deren Ausbildung in Berührung kamen.

Im Vordergrund der Watzumer Erörterungen stand die hohe Bedeutung Henriette Breymanns als Förderin der Fröbelschen Bildungsideen für Mädchen und junge Frauen. Die Einrichtung der ersten Dorfkindergärten Deutschlands in Watzum und Schöppenstedt waren Leuchtpunkte ihrer frühen Schaffenszeit, die Strahlkraft auch in das benachbarte Preußen entwickelten.

Dazu bot das geräumige Watzumer Pfarrhaus in den Jahren 1854 bis 1864 als Mädchenpensionat unter Einbeziehung ihrer Eltern und Geschwister als Lehrkräfte eine solide Basis. Die Nachfrage nach Pensionsplätzen – auch aus dem europäischen Ausland – wurde so groß, dass 1865 eine Standortverlegung nach Wolfenbüttel in das Breymannsche Institut „Neu Watzum“ vollzogen wurde.

Die Arbeitsgruppe „frauenORT Henriette Breymann“ besteht bereits seit 2013. Im Verlauf der Corona-Pandemie hat sich eine angepasste Arbeitsstruktur ergeben. „Wir recherchierten allein oder in Kleingruppen“, so Simone Reese. „Im vergangenen Jahr haben wir eine Veranstaltungsreihe zu Frauenpersönlichkeiten aus Wolfenbüttel durchgeführt, in diesem Jahr widmen sich die Mitglieder der AG weiteren historischen Frauenthemen“.

„So können wir uns am 4. November auf einen Beitrag über Wilhelm Busch im Forsthaus freuen, in dem es natürlich auch um Frauen in seinen Geschichten und seinem Leben gehen wird“, erzählt die Gleichstellungsbeauftragte. Am 18. November präsentiert Hans Schaper im Wolfenbütteler Schloss das künstlerische Lebenswerk seiner Mutter Susanne Schaper als Webermeisterin. Im Frühjahr 2023 ist vorgesehen, Erfinderinnen und Entwicklerinnen in den Vordergrund zu rücken, sowie einen Stolperstein für eine eher unbekannte Frau zu setzen. „Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste“, lädt Simone Reese ein.

Weitere Informationen

FrauenORT Henriette Schrader-Breymann

Kontakt

Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfenbüttel

Frau Simone Reese

Stadtmarkt 3–6
38300 Wolfenbüttel