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03.01.2020

Schlüsseldieb gefährdet Feuerwehreinsatz

Am Vorabend zu Silvester kam es zu einem unschönen Zwischenfall für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Nach Auslösung der Brandmeldeanlage im Gebäude des Landkreises parkte der angerückte Brandmeister vom Dienst, Sven Dost, den Ford Focus Kommandowagen am Einsatzort.

Da in dem Einsatzfahrzeug Funktechnik verbaut ist und die Einsatzstelle abgesichert werden musste, blieben sowohl Motor als auch Blaulicht eingeschaltet. Später stellten die Feuerwehrleute fest, dass der Schlüssel aus dem Zündschloss entfernt worden war. Dadurch wurde der Motor ausgeschaltet, das Fahrzeug verriegelt und die wichtigen Instrumente waren nicht mehr zugänglich und wurde ausschließlich durch die Autobatterie mit Strom versorgt. Ohne Unterstützung des Motors hätte diese die Dauer eines Einsatzes so nicht überstanden.

Mithilfe eines eilig herbeigeschafften Reserve-Schlüssels konnte das Fahrzeug wieder entriegelt und gestartet werden. Während der ganzen Zeit bestand die Gefahr eines Folgeeinsatzes. Im Kommandowagen werden neben der Funk- und Signaltechnik auch Messgeräte und weitere Spezialausrüstung mitgeführt, die Leben retten können.

Die Feuerwehrleute gingen zunächst vom versehentlichen Verlust des Schlüssels oder von einem schlechten Scherz aus. Zahlreiche Helfer suchten die Umgebung ergebnislos ab. Nach Rückkehr zur Feuerwache an der Friedrich-Ebert-Straße, fanden die Einsatzkräfte den Schlüssel auf dem Briefkasten der Wache vor. Ein Zettel oder Ähnliches lag nicht dabei.

Offensichtlich hatte sich jemand an dem laufenden Motor gestört und hielt es für sinnvoll in das Einsatzgeschehen einzugreifen und den Schlüssel des Blaulichtfahrzeuges abzuziehen. Dadurch wurde unnötig das Wohl von Menschen gefährdet, die in der Zwischenzeit hätten Hilfe brauchen können. Auch wenn es augenscheinlich schlecht für die Umwelt erscheint, die Fahrzeuge müssen zwingend während des Einsatzes laufen, um funktionieren zu können. Hier ist Umweltaktionismus fehl am Platze.

Im Nachgang zu dieser fahrlässigen Aktion wurde eine Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstattet. Weiterhin muss die Feuerwehr nun die Dienstfahrzeuge mit einer Weiterlaufsteuerung ausstatten, um ähnliche Eingriffe zukünftig zu verhindern. Diese ermöglicht das Weiterlaufen des Motors auch nach Abziehen des Schlüssels, die Kosten dafür liegen pro Fahrzeug im vierstelligen Bereich.

Wer während eines Einsatzes sich auffällig verhaltende Zivilpersonen beobachtet, die sich an der Ausrüstung zu schaffen machen, sollte den Einsatzkräften vor Ort unbedingt Bescheid geben.

Im Video: Stadtbrandmeister Olaf Glaeske berichtet über den Zwischenfall

© Stadt Wolfenbüttel

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