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Umwelt

Blühflächen in Wolfenbüttel

An drei Standorten der Stadt Wolfenbüttel wurden im Frühjahr 2019 unterschiedliche mehrjährige Blühmischungen, auf einer Gesamtfläche von 2100 Quadratmetern, zur Erhöhung der biologischen Vielfalt, eingesät. Dies soll ein kommunaler Beitrag zur Förderung der Biodiversität sein.

Die Nachrichten über das Insektensterben haben viele Menschen wachgerüttelt. Nach einer Studie des Wissenschaftsjournal PLOS ONE ist die Biomasse von Fluginsekten in Deutschland innerhalb der vergangenen 27 Jahre um über 75 Prozent zurückgegangen. Insekten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und andere Tiere und sind unverzichtbar als Bestäuber von Nutz- und Wildpflanzen. Die Gründe für den Rückgang der Insekten sind vielschichtig: Bodenversiegelung, Flächenverbrauch durch Straßenbau und Baugebiete, intensive Landwirtschaft mit großflächiger Anwendung von Pestiziden, fehlende Strukturen als Lebens- und Entwicklungsräume, keine blühenden Wegränder und Wiesen. Für Blütenbesucher herrscht Mangel an Pollenmenge und -vielfalt. Ein wichtiges Potenzial zur Erhaltung der Artenvielfalt liegt in den Städten und Dörfern. Kommunen mit vielfältig gestalteten Parks und Grünanlagen, sowie mit naturnahen Gärten bieten mehr Futterquellen für Insekten und Vögel als die Agrarlandschaft. Dazu kommen die günstigen Standortbedingungen in der Stadt. Es werden nicht so großflächig Pestizide eingesetzt (siehe hierzu auch: www.bund.net/pestizidfreie-kommune; wie zum Beispiel auch Wolfenbüttel). Auch gibt es im Siedlungsraum eine große Vielfalt an Insekten- und Vogelnistplätzen.

Zur Aufwertung der innerstädtischen Grünflächen wurden im Frühjahr 2019 an drei Standorten mit insgesamt acht Teilflächen, vier verschiedene mehrjährige Blühmischungen aus zertifiziertem, heimischem Wildblumensaatgut eingesät. Diese Flächen, bisher mit artenarmem Mährasen, wurden von der Grasnarbe befreit und an fünf Teilflächen mit Sand abgemagert. Ein linearer Streifen entlang einer bestehenden Ackerfläche wurde mehrfach gepflügt und abschließend geglättet.

Wo sind die künftigen Blühflächen?

Bahntrasse Fümmelse (1200 Quadratmeter)

Blühmischung Frischwiese/Fettwiese aus zertifiziertem Regiosaatgut mit 100 Prozent Blumen in 33 Arten.

Saatgutproduzent: Rieger-Hofmann

Diese Blühmischung findet Verwendung auf nährstoffreichen Standorten als Randstreifen entlang von Äckern und Feldwegen. Die regional abgestimmten Mischungen kommen der natürlichen regionalen Artenvielfalt von Wiesen sehr nahe. Der Aufwuchs kann als Heu verfüttert werden.

Pflege: Dreimalige Mahd jährlich, im Juni, August und Oktober, fördert diese artenreiche Wiesengesellschaft. Das Schnittgut muss immer abgeräumt werden.

Grünverbindung Halchtersche Straße/Saffeweg (390 Quadratmeter)

Blühmischung Schmetterlings- und Wildbienensaum aus zertifiziertem Regiosaatgut mit 90 Prozent Blumen in 54 Arten und zehn Prozent Gräsern in fünf Arten.

Saatgutproduzent: Rieger-Hofmann

Diese Mischung berücksichtigt in besonderem Maße die Ansprüche von Wildbienen und Schmetterlingen an Trachtpflanzen. Die zehn Prozent Untergräser dienen als Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen. Ein langer Blühaspekt von frühzeitig blühenden Arten, wie dem Barbarakraut, bis zu Hochsommerarten wie Malven und Wegwarten garantiert eine kontinuierliche Sammelquelle. Einige einjährige Arten sorgen dafür, dass bereits ab dem ersten Jahr ein ansprechender Bestand entsteht. In den Folgejahren werden sie von ausdauernden Arten ersetzt. Der Saum erreicht dann eine Höhe von 60 bis 140 Zentimeter.

Pflege: Einmalige Mahd im Frühjahr, Wintersteher bieten Sitzwarten für Vögel und die Samen sind begehrtes Winterfutter. Das Mähgut wird abgeräumt.

Blühfläche Grünverbindung Halchtersche Straße/Saffeweg (180 Quadratmeter)

Blühmischung Blumenwiese aus zertifiziertem Regiosaatgut mit 100 Prozent Blumen in 53 Arten.

Saatgutproduzent: Rieger-Hofmann

Mischung für alle extensiv genutzten Wiesen in der freien Landschaft und im Siedlungsbereich. Die Mischung ist für ein breites Spektrum an Standortverhältnissen geeignet. Bunt blühende, sehr artenreiche Blumenwiese mit nieder- und hochwüchsigen Arten. Bereits im ersten Jahr sorgen Einjährige wie Kornblume und Klatschmohn für ein ansprechendes Bild. Im zweiten Jahr gelangen Glockenblumen und Margeriten zur Blüte, später werden Bocksbart, Witwen- und Flockenblumen die Wiese prägen.

Pflege: Zwei- bis dreimalige Mahd bei eingewachsenem Bestand. Abräumen des Mahdgutes. Eine Nutzung als Heu ist möglich.

Blühflächen im Waldenburger Park (90 und 50 Quadratmeter)

Blühmischung Wärmeliebender Saum mit 100 Prozent Blumen in 56 Arten.

Saatgutproduzent: Rieger-Hofmann

In dieser Mischung werden Arten verwendet, die besonders bunt und oft sehr anhaltend blühen. Viele dieser Arten sind selten geworden, es sind botanische Kostbarkeiten mit besonders ansprechender Ästhetik. Für Wildbienen und Schmetterlinge sind die Pflanzen wertvolle Pollen- und Nektarquellen. Von dem Insektenreichtum profitieren Fledermäuse und Vögel.

Pflege: Einmalige Mahd im Frühjahr. Einige Arten sind attraktive Wintersteher, die in ihren hohlen Stängeln Winterquartiere für Insekten bereithalten und deren Samenstände gerne von Futter suchenden Vögeln aufgesucht werden.

Blühflächen im Waldenburger Park (90 und 50 Quadratmeter)

Blühmischung Bunter Saum mit 100 Prozent Blumen in 41 Arten.

Saatgutproduzent: Rieger-Hofmann

Attraktive ein-zweijährige Arten, langer Blühaspekt von Mai bis Oktober. Der Saum wird bis zu 120 Zentimeter hoch.

Pflege: Mahd im Spätherbst mit Abräumen des Mahdgutes, Ausschütteln der Samenkapseln und flaches Einrechen des Saatgutes.

Blühfläche im Waldenburger Park (50 Quadratmeter)

Blühmischung Schmetterlings- und Wildbienensaum aus zertifiziertem Regiosaatgut mit 90 Prozent Blumen in 54 Arten und zehn Prozent Gräsern in fünf Arten.

Saatgutproduzent: Rieger-Hofmann

Diese Mischung berücksichtigt in besonderem Maße die Ansprüche von Wildbienen und Schmetterlingen an Trachtpflanzen. Die zehn Prozent Untergräser dienen als Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen. Ein langer Blühaspekt von frühzeitig blühenden Arten, wie dem Barbarakraut, bis zu Hochsommerarten wie Malven und Wegwarten garantiert eine kontinuierliche Sammelquelle. Einige einjährige Arten sorgen dafür, dass bereits ab dem ersten Jahr ein ansprechender Bestand entsteht. In den Folgejahren werden sie von ausdauernden Arten ersetzt. Der Saum erreicht dann eine Höhe von 60 bis 140 Zentimeter.

Pflege: Einmalige Mahd im Frühjahr, Wintersteher bieten Sitzwarten für Vögel und die Samen sind begehrtes Winterfutter. Das Mähgut wird abgeräumt.

Begutachtung und Dokumentation der Blühflächen im Jahresverlauf

Geplant ist die Beobachtung der Entwicklung der unterschiedlichen Blühflächen und Saatmischungen als qualitative Dokumentation, durch Wort und Bild im Jahresverlauf. Durchgeführt wird diese Erhebung von Diplom-Biologin Susanne Kracht.

Ausblick

Die Ausweisung der Blühflächen innerhalb des Stadtgebietes Wolfenbüttel ist ein Schritt in Richtung „Naturnahe Kommune“. Bunte Blumenwiesen und Blühinseln beleben das Stadtbild und werten es optisch auf. Die Erhöhung der Artenvielfalt in einer Kommune steigert auch die Lebensqualität der menschlichen Bewohner. Zukünftig sollen weitere Flächen für Blütenreichtum festgelegt werden und auch künftige Gehölzpflanzungen auf öffentlichem Grün unter dem Aspekt des Insekten- und Vogelschutzes ausgewählt werden.

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Es geht weiter - Wettbewerb „Zukunftsfragen lösen“ 2020

Der Wettbewerb „Zukunftsfragen lösen“ startet in die dritte Runde. Diesmal wieder als Kooperationspartner dabei: Der Landkreis Wolfenbüttel und die Evangelische Jugend der Propstei Wolfenbüttel.

Dadurch erhöht sich das Preisgeld – es stehen bis zu 7.300 Euro zur Verfügung.

Gesucht werden hervorragende Leistungen im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes. „Der Erhalt unserer Umwelt und der Klimaschutz gehören zu den wichtigsten Aufgaben der Gegenwart und der Zukunft. Daher richtet sich der Wettbewerb an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (bis 27 Jahre) die im Landkreis Wolfenbüttel wohnen, Bildungseinrichtungen (Kindertagesstätte, Berufsschule, die Hochschule) besuchen oder Vereinen oder Verbänden im Landkreis Wolfenbüttel angehören“, erklärt Martina Münstermann-Kreifels, Umweltschutzbeauftragte der Stadt Wolfenbüttel, die Modalitäten.

Die Wettbewerbsbeiträge müssen bis zum 30. April 2020 eingereicht werden.

Der Wettbewerb „Zukunftsfragen lösen“ wird regelmäßig alle zwei Jahre durchgeführt. In den vergangenen Wettbewerbsjahren war die Jury über den Ideenreichtum und die Kreativität der Teilnehmer angenehm überrascht. „Gerne hätten wir jedem Teilnehmer und jeder Gruppe einen Preis geben, aber es gehört zu einem Wettbewerb, das Besondere auszuzeichnen und mit einem ersten Preis zu würdigen“, so Münstermann-Kreifels.

Weitere Informationen

Bewerbung zum Wettbewerb der Stadt Wolfenbüttel "Zukunftsfragen lösen" (PDF, 322 kB)

Flyer "Zukunftsfragen lösen" 2020 (PDF, 2,2 MB)

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Hauseigentümer sparen 34 Prozent an Klimagasen ein

Das Förderprogramm „Klimaschutzmaßnahmen in privaten Haushalten“ des Landkreises Wolfenbüttel läuft seit über zwei Jahren. Bisher wurden Zuwendungen von über 260.000 Euro für energetische Modernisierungen der Haustechnik oder Wärmedämmmaßnahmen ausgezahlt, die die Energiebilanz und die Heizkosten eines Hauses verbessern sollen.

Dahinter verbergen sich Gesamtinvestitionen von über 3,6 Millionen Euro. Die durch den Landkreis geförderten Haueigentümer beauftragen meist lokale Handwerksbetriebe, so kommt das Geld der regionalen Wirtschaft zu Gute. 183 Eigenheimbesitzer haben ihre Maßnahmen umgesetzt und die Zuwendung von bis zu 2000 Euro erhalten. Für weitere 43 Hauseigentümer liegen bewilligte Anträge vor.

Insgesamt haben die geförderten Maßnahmen dazu beigetragen, dass der CO2-Ausstoss um 34 Prozent verringert werden konnte. Dazu haben der Klimaschutzmanager des Landkreises, Armin Herglotz und die Klimaschutzbeauftragte, Sylke Adam rund 70 Gebäude mit umgesetzten Maßnahmen ausgewertet.

Die einzelnen Maßnahmen reduzieren den CO2 Ausstoß sehr unterschiedlich. Je nach Nutzerverhalten und Maßnahme werden Einsparungen bis über 80 Prozent erzielt. Durch die Umstellung von einer CO2 intensiven Öl-Heizung auf klimaneutrale Holzpellets wurde sogar eine CO2-Einsparung von 93 Prozent erzielt. Im Mittel wird von den 70 auswertbaren Wohngebäuden der bisherige jährliche witterungsbereinigte CO2-Ausstoß um 34 Prozent reduziert. Der Ausstoß wurde von fast 400 Tonnen auf 265 Tonnen CO2 im Jahr heruntergefahren. Gleichzeitig erfolgt immer eine Reduzierung der Nebenkosten.

Beispiel: Neue Heizungsanlage mit thermischer Solaranlage

Um 53 Prozent hat ein Hauseigentümer aus der Gemeinde Cremlingen seinen CO2 Ausstoß und seine Gaskosten reduzieren können. Die Familie hat ihre alte Gas-Niedertemperaturheizung aus dem Jahr 1990 mit Hilfe des Förderprogrammes erneuert. Eingebaut wurde eine in der Leistung modellierende Gas-Brennwertheizung mit thermischer Solaranlage zur Warmwasser- und Heizungsunterstützung sowie ein 750 Liter Pufferspeicher. Aufgrund des Förderprogrammes hat sich die Familie für eine größere Solarkollektorfläche entschieden. In dem 1990 gebauten Wohngebäude mit 142 Quadratmeter beheizter Wohnfläche wurde der jährliche Gasverbrauch von im Mittel 13.500 kWh pro Jahr auf 6.500 kWh pro Jahr reduziert. Dies ergibt eine witterungsbereinigte Reduzierung von 2,6 Tonnen auf 1,2 Tonnen CO2 pro Jahr.

„Jede umgesetzte Maßnahme reduziert dauerhaft den CO2-Ausstoß“, so Sylke Adam, Klimaschutzbeauftragte des Landkreises Wolfenbüttel. „Nur umgesetzte Maßnahmen erzielen echte CO2-Reduzierungen, die dem Klima nützen. Mit dem Förderprogramm leisten die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Wolfenbüttel einen nachweisbaren Beitrag zum Klimaschutz. Außerdem bietet das Förderprogramm eine gute Möglichkeit im Klimaschutz tätig zu sein und unsere Jugend in ihren „Fridays for Future“ -Forderungen zu unterstützen. Über das Förderprogramm werden außerdem die Mehrkosten für effizientere Technik und höhere Dämmstoffstärken reduziert.“

„In Zeiten von heißer werdenden Sommern aufgrund des Klimawandels, stellt sich auch immer häufiger die Frage nach Überhitzungsschutz von einzelnen Wohnräumen oder Dachgeschossen. In solchen Fällen ist ein passives System in Form von förderfähiger Dach- oder Fassadendämmungen, aktiven Systemen wie strom- und damit CO2-intensiven Klimageräte, vorzuziehen. Zusätzlich sorgt eine gute Gebäudedämmung auch in der Heizperiode für behagliche Räume“, so Klimaschutzmanager Armin Herglotz.

Landkreis berät zu Förderungen

Fragen zu sinnvoller Gebäudedämmung in Verbindung mit sommerlichem Wärmeschutz können in der bis zu zweistündigen Förderberatung des Landkreises Wolfenbüttel, besprochen werden. Diese Förderberatung, über einen vom Landkreis zur Verfügung gestellten Energieberater oder einen selbst beauftragten Energie-Effizienz-Experten der dena (Deutsche Energie-Agentur), ist der Beantragung von Fördergeldern vorangestellt.

Förderfähig sind bauliche Maßnahmen an Wohngebäude wie Außenwand-, Dach-, oder Kellerdeckendämmung sowie Fenster- und Haustürerneuerung. Im haustechnischen Bereich sind Heizungserneuerung mit thermischer Solaranlage, Photovoltaikanlagen und Stromspeicher sowie Biomasse-Heizungen förderfähig. Pro Immobilie, welche sich im Landkreis Wolfenbüttel befinden muss, seit mindestens fünf Jahren fertiggestellt ist und nicht mehr als sechs Wohneinheiten hat, können maximal 2000 Euro als nichtrückzahlbarer Zuschuss vor Auftragserteilung beantragt werden.

Die aktuellen Zuwendungsgrundsätze und Formulare sowie die Auswertungsergebnisse sind auf der Internetseite des Landkreises Wolfenbüttel unter www.lk-wolfenbuettel.de/Klimaschutz veröffentlicht.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Umweltamt des Landkreises Wolfenbüttel: Sylke Adam, Rufnummer 05331 84-441, und Armin Herglotz, Rufnummer 05331 84-494, oder energieberatung@lk-wf.de.

Hinweis zum Umweltmarkt am 15. Juni

Wer das persönliche Gespräch bevorzugt, kann sich beim Wolfenbütteler Umweltmarkt am Samstag, den 15. Juni 2019 in der Fußgängerzone von 9 bis 14 Uhr am Stand des Umweltamtes über das Förderprogramm beraten lassen. Hintergrund zum Förderprogramm Dieses Projekt wird gefördert durch die Stiftung „Zukunftsfonds Asse“. Das Umweltamt des Landkreises Wolfenbüttel gewährt auf Grundlage einer Zuwendung durch die „Stiftung Zukunftsfonds Asse“ mit Mitteln des Bundes, Zuwendungen für energiesparende und/oder effizienzsteigernde Maßnahmen an bestehenden Wohngebäuden in Form des Förderprogrammes „Klimaschutzmaßnahmen in privaten Haushalten“.

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Ortsbildprägende Großbäume

Die Stadt Wolfenbüttel verfolgt das Ziel, ortsbildprägende Großbäume auf privaten Grundstücken als Bestandteil des historisch gewachsenen Siedlungsbildes der Stadt und ihrer Ortsteile dauerhaft zu erhalten.

Auf der Basis eines entsprechendes Förderprogrammes sollen private Eigentümer bei Maßnahmen zur Pflege und zum Erhalt von ortsbildprägenden Großbäumen unterstützt werden. Gleichzeitig wird die professionelle und sachkundige Durchführung dieser Maßnahmen sichergestellt. Die Stadt Wolfenbüttel legt hierfür ein Budget fest und gewährt Zuschüsse.

Weitere Informationen

63-07 Richtlinie zur Förderung des Erhalts ortsbildprägender Großbäume auf Privatgrundstücken in der Stadt Wolfenbüttel (PDF, 22 kB , 01.09.2016)

Antrag auf die Gewährung von Zuschüssen zum Erhalt und zur Pflege eines ortsbildprägenden Baumes (PDF, 63 kB)

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Klimaschutz-Teilkonzept der Stadt Wolfenbüttel liegt vor

Mit dem Klimaschutz-Teilkonzept für die städtischen Liegenschaften, das die Firma ARCADIS im Auftrag der Stadt Wolfenbüttel erstellt hat, wird ein weiterer Schritt auf dem Weg zum aktiven Klimaschutz unternommen.

Es enthält eine umfassende Bestandsaufnahme von 85 Gebäuden – Schulen, Kindertagesstätten, Sporthallen, Verwaltungsgebäuden u.a. – und zeigt Möglichkeiten zur Optimierung des Energieverbrauchs auf. Gerade die Unterhaltung und Bewirtschaftung öffentlicher wie privater Gebäude bietet ein großes Potenzial zum sparsameren Umgang mit Energie und zum Einsatz umweltfreundlicher Technik.

Ziel des Teilkonzepts ist es, durch aktives Klimaschutzmanagement Treibhausgas-Emissionen zu vermindern und zugleich die Energiekosten der kommunalen Liegenschaften dauerhaft zu senken. So konnten bereits im Jahr 2013 über 20.000 Euro allein aufgrund der systematischen Erfassung der Energiedaten eingespart werden.

Finanziert wurde die Konzepterstellung zu 70 % durch ein Förderprogramm des Bundesumweltministeriums. Eine Kurzfassung des insgesamt 800 Seiten umfassenden Abschlussberichts ist der Broschüre "Klimaschutz-Teilkonzept Stadt Wolfenbüttel 2014" zu entnehmen. Im Juni 2014 hat die Beratung in den Ratsgremien darüber begonnen, wie das Konzept und die darin vorgeschlagenen Maßnahmen in den nächsten Jahren umgesetzt werden können.

Hier noch weitere Hinweise Informationen rund um das Thema „Energetische Sanierung“:

  • Das Bundesbauministerium hat am 11. März 014 in Berlin die Kampagne „Die Hauswende“ gestartet. Über das Internetportal www.die-hauswende.de können Informationen zur energetischen Gebäudesanierung abgerufen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit per Online-Suche geeignete Fördermöglichkeiten sowie qualifizierte Energieexperten und Firmen in ihrer Nähe suchen.
  • Der Landkreis Wolfenbüttel hat am 26. April 2014 das Projekt Cle(WF)er modernisieren neu aufleben lassen. Auf folgender Internetseite kann ein Energiekostencheck durchgeführt werden: www.lk-wolfenbuettel.de
  • Im November 2013 wurde das erste regionale Solarpotenzialkataster auf Initiative des Zweckverband Großraum Braunschweig in Niedersachsen in Betrieb genommen. Der SolarDachAtlas ermöglicht Hausbesitzern eine erste Einschätzung bezüglich Solaranlageneignung und Kosten.

Weitere Informationen

Broschüre Klimaschutz-Teilkonzept der Stadt Wolfenbüttel 2014

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Sanierung der öffentlichen Straßenbeleuchtung auf Wohn- und Sammelstraßen im Stadtgebiet Wolfenbüttel

Die Stadt Wolfenbüttel beabsichtigt, alle Quecksilberhochdrucklampen im Bereich von Wohn- und Sammelstraßen der öffentlichen Straßenbeleuchtung durch energieeffiziente LED-Leuchten zu ersetzen.

Projekt der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums (BMU), Förderkennzeichen: 03KS1762

Mit diesem Projekt, welches im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums geleistet wird, trägt die Stadt Wolfenbüttel dazu bei, Energie effizient einzusetzen und klimaschädliche Emissionen zu vermeiden und somit den Klimawandel zu bekämpfen. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium unter vielen anderen Projekten zur Energieeinsparung auch die Reduzierung des Energieverbrauchs in der Straßenbeleuchtung.

Das Projekt der Umrüstung der Straßenlampen Wolfenbütteler Wohn- und Sammelstraßen erhält hieraus eine Förderung von 40 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, wobei sich die Förderung auf den Ersatz von ineffizienten Leuchten durch moderne LED-Leuchten im Umfang der Leuchtköpfe bezieht. Als ineffiziente Leuchten gelten im Bereich der Stadt Wolfenbüttel sämtliche Leuchten in der Ausstattung mit Quecksilberhochdrucklampen.

Die Abwicklung der Förderungsformalitäten erfolgt seitens des Projektträgers Forschungszentrum Jülich GmbH in Berlin.

Die öffentliche Straßenbeleuchtung besteht in Wolfenbüttel aus rund 3.875 Stück Quecksilberhochdrucklampen, von denen im ersten Schritt 2.603 Stück Leuchten des Bereichs der Wohn- und Sammelstraßen durch LED- Leuchten ersetzt werden sollen. Diese Umrüstaktion wurde Anfang März 2012 begonnen und soll Anfang 2013 abgeschlossen sein.

Hintergrund

Die auszutauschenden Leuchten (Alter von bis zu 50 Jahren) lassen sich unter Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit nicht durch technische Veränderungen oder Nachbesserungen auf den Effizienzgrad heutiger Leuchtengenerationen bringen, sodass der Austausch des gesamten Leuchtenkopfes als sinnvoll anzusehen ist.

Darüber hinausgehende Maßnahmen einer Optimierung von Lichtpunkthöhen und Lichtpunktabständen, oder einer Erneuerung der Stromkabel sind im Zuge der Umrüstung flächendeckend nicht vorgesehen.

Vereinzelnd erforderliche Maßnahmen zur Beleuchtungsverbesserung im Sinn einer gleichmäßigeren Ausleuchtung sind hingegen für die Folgezeit beabsichtigt. Diese gleichmäßigere Ausleuchtung kann im wesentlichen durch zu ändernde Lichtpunkthöhen (längere Masten) erreicht werden. Da diese neuen Masten jedoch keine Förderung erfahren können, ist eine mit der Umrüstung zeitgleich ablaufende Gesamtmodernisierung aus Zeit- und Kostengründen nicht durchführbar. Sofern Notwendigkeiten zur Erzielung gleichmäßiger Ausleuchtung kein kurzfristiges Handeln erfordern, erfolgen Mastwechselaktionen erst bei Abhängigkeit, gegebenenfalls in Verbindung mit sonstigen Tiefbaumaßnahmen.

Vermeidung von CO2-Emissionen

Die Aufstellung von zusätzlichen Leuchten ist im Rahmen der Umrüstung auf LED-Leuchten vom Grundsatz her ebenfalls nicht beabsichtigt, da die Zielsetzung der Nationalen Klimaschutzinitiative Energieeinsparungen, beziehungsweise die Verringerung/ Vermeidung von CO2-Emissionen einer Größenordnung vorgibt. Diese Größenordnung kann beispielsweise nicht damit eingehalten werden, indem ein alter Lichtpunkt durch vielfache zusätzliche neue Lichtpunkte ersetzt wird, die in ihrer Summenleistung das Einsparziel nicht erreichen.

Die derzeit auf dem Markt verfügbaren LED-Leuchten können vorhandene Quecksilberhochdrucklampen prinzipiell unter Erreichung des Energie-Einsparziels ersetzen, alte Unzulänglichkeiten aufgrund zu geringer Masthöhen oder bislang nicht ausreichender Anzahl von Lichtpunkten jedoch nicht heilen. Erforderliche Verbesserungen sind daher in weiteren Schritten in der Folgezeit ab 2013 auszuführen.

Klimaverbessernde Erfolgsaussichten

Die Umrüstung der 2603 Leuchten der Wohn- und Sammelstraßen ergeben eine Reduzierung der CO2-Emissionen als Folge geringeren Stromverbrauchs in Höhe von jährlich rund 530 t.

Wirtschaftliche Erfolgsaussichten

Mit Umsetzung der Maßnahme wird die Einsparung von Stromkosten in Höhe von rund 938.000 KWh x 0,20 Euro je KWh = 187.600 Euro pro Jahr erwartet. Zusätzlich ergeben sich durch die Verwendung von LED-Technik wesentlich längere Systemnutzungszeiten und damit entsprechende Einsparungen im Wartungsbereich.

Die Kosten der Umrüstung belaufen sich auf rd. 2.100.000,00 Euro. Aufgrund der Stromkosteneinsparung ergibt sich für den genannten Beleuchtungsumfang eine Amortisationszeit von weniger als 7 Jahre unter Einbeziehung der Fördermittel bei unveränderten Stromkosten.

Weitere geplante Maßnahmen der Beleuchtungsmodernisierung

Weitere 1.146 Leuchten des Bereichs der Hauptverkehrsstraßen sollen direkt im Anschluss ebenfalls durch energieeffiziente Leuchten ersetzt werden (voraussichtlich ab 2013). Hierzu wurde ebenfalls ein Förderantrag gestellt. Restliche 126 Leuchten sind erhaltenswerte Leuchtkörper, die sich aufgrund ihres geringen Alters und der Formgebung noch zur alleinigen Umrüstung der Leuchtmittel (voraussichtlich auf Kompaktleuchtstofflampen) eignen.

Technische Ausführung

Die technische Ausführung des gesamten Projekts der Straßenbeleuchtungsmodernisierung erfolgt im Auftrag der Stadt Wolfenbüttel seitens der Stadtwerke Wolfenbüttel GmbH.

Mit diesem Projekt der Straßenbeleuchtungsmodernisierung leistet die Stadt Wolfenbüttel zusammen mit finanzieller Unterstützung der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des deutschen Beitrags zum Klimaschutzziel. Im Energiekonzept der Bundesregierung ist festgelegt, dass Deutschland den Ausstoß von Treibhausgasen gegenüber 1990 kontinuierlich senken wird:

  • bis 2020 um 40 Prozent,
  • bis 2030 um 55 Prozent,
  • bis 2040 um 70 Prozent und
  • bis 2050 sogar um 80 bis 95 Prozent.

Die internationale Staatengemeinschaft ist sich einig, dass der globalen Klimaerwärmung entgegengewirkt werden muss. Das bedeutet, dass der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf höchstens 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden muss.

Weitere Informationen

Sanierungsauftrag öffentliche Straßenbeleuchtung (PDF, 15 kB)


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Sanierung der öffentlichen Straßenbeleuchtung auf Hauptverkehrsstraßen im Stadtgebiet Wolfenbüttel

Die Stadt Wolfenbüttel beabsichtigt, die im Bereich der öffentlichen Straßenbeleuchtung eingesetzten Quecksilberhochdrucklampen (HQL- Lampen) auf Hauptverkehrsstraßen durch LED- Leuchten (LED-Leuchtköpfe) zu ersetzen.


Projekt der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums (BMU), Förderkennzeichen: 03K03594 und 03K04838

Die Stadt Wolfenbüttel beabsichtigt, die im Bereich der öffentlichen Straßenbeleuchtung eingesetzten Quecksilberhochdrucklampen (HQL- Lampen) auf Hauptverkehrsstraßen durch LED- Leuchten (LED- Leuchtköpfe) zu ersetzen.

Wie bereits in Vorzeit im Rahmen des BMU- Förderprojekts (Förderkennzeichen 03KS1762) der Straßenbeleuchtungsmodernisierung von Wohn- und Sammelstraßen, trägt die Stadt Wolfenbüttel auch hier dazu bei, Energie einzusparen und klimaschädliche Emissionen zu reduzieren und somit den Klimawandel zu bekämpfen (siehe hierzu auch: Sanierung der öffentlichen Straßenbeleuchtung auf Wohn- und Sammelstraßen im Stadtgebiet Wolfenbüttel).

In der Fortsetzung des Austauschs von HQL- Leuchtköpfe gegen energieeffiziente LED- Leuchtköpfe sind im Zeitraum 1.12. 2016 bis 31.12. 2017 in zwei Maßnahmen im Zuge von Hauptverkehrsstraßen insgesamt 1.246 Leuchten unter Inanspruchnahme von Fördermitteln umzurüsten.

Die Abwicklung der Förderformalitäten erfolgt seitens des Projektträgers Forschungszentrum Jülich GmbH, Berlin


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Regionaler SolarDachAtlas in Niedersachsen

2013 wurde das erste regionale Solarpotenzialkataster in Niedersachsen in Betrieb genommen. Der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) hat dieses Projekt, an dem sich 53 Kommunen und Landkreise beteiligt haben, zusammen mit einigen Kommunen aus dem Verbandsgebiet initiiert und federführend vorangetrieben.

Bei diesem „SolarDachAtlas Großraum Braunschweig“ handelt es sich um eine interaktive Kartenanwendung im Internet. Der Atlas gibt Auskunft über das Solarpotenzial einer jeden Dachfläche im Großraum und über den Einsatz von Solaranlagen.

Fortan kann jede Kommune, jeder Landkreis aber auch jeder Bürger auf diesen Karten sehen, ob sein Hausdach für Solarenergie geeignet ist. Anhand eines Wirtschaftlichkeitsrechners kann jeder Hausbesitzer virtuell Module auf seinem Dach platzieren und ausrechnen lassen, welche Erträge zu erwarten sind. Außerdem enthält der Atlas eine Handwerker-Datei, so dass Interessierte mit wenigen weiteren Klicks gleich beim Handwerker in ihrer Nähe eine Anfrage starten können.

Mit Ausnahme der Städte Braunschweig und Wolfsburg, die bereits über ein eigenes Kataster verfügen, haben sich alle Kommunen beteiligt, so dass nun auch die Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Gebiet in den Genuss einer solchen Dienstleistung kommen.

Das Projekt sei ein Beleg dafür, welche Kostenersparnisse bei einer regionalen Zusammenarbeit möglich seien, erläutert Verbandsdirektor Hennig Brandes. Denn die Kosten des Katasters konnten so um 50% gesenkt werden. Großzügiges Sponsoring des Unternehmens Avacon und der Allianz für die Region habe zudem dazu geführt, dass den Städten und Gemeinden diese Dienstleistung kostenlos zur Verfügung gestellt werden könne.

Weitere Informationen

Solarpotentialkataster

SolarDachAtlas Großraum Braunschweig

Folgende Hinweise bittet die Stadt Wolfenbüttel zu beachten

  • Für die Errichtung von Solaranlagen an und auf Baudenkmalen ist zu beachten, dass sie einer Genehmigung nach geltendem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz bedürfen und diese nur erteilt werden kann, wenn die geplante Solaranlage das Erscheinungsbild des Baudenkmals nicht beeinträchtigt. Die denkmalrechtliche Genehmigung ist beim Amt für Stadtentwicklung, Planen und Bauen, Klosterstraße 1, 38300 Wolfenbüttel zu beantragen.
  • Die Errichtung von Solaranlagen ist zwar grundsätzlich baugenehmigungsfrei entsprechend der Vorgaben des Anhangs zur Niedersächsischen Bauordnung vom 03.04.12 Punkt 2.3, aber auch genehmigungsfreie bauliche Anlagen müssen dem öffentlichen Baurecht entsprechen. Dabei ist neben Grenzabstandsvorschriften und dem Nachweis der Standsicherheit zu beachten, dass innerhalb des Geltungsbereichs der Altstadsatzung der Stadt Wolfenbüttel, die derzeit in der geänderten Fassung den politischen Gremien zum Beschluß vorliegt, die Errichtung von Solaranlagen innerhalb des Geltungsbereichs nur eingeschrängt möglich ist. Gemäß § 3 Abs. 9 der Altstadtsatzung sind Sonnenkollektoren, Photovoltaische Anlagen, sowie Solaranlagen aus Abdeckungen mit spiegelnden Materialien ( Glas o. ä. ) so auf dem Grundstück und an den Gebäuden anzuordnen, dass sie von öffentlichen Verkehrsflächen nicht eingesehen werden können. Ausnahmsweise sind diese zur Straßen- / Platzseite zulässig, wenn sie sich einfügen und keinen Störfaktor im Straßenbild darstellen.
  • Hinsichtlich einer detaillierteren Prüfung der bauordnungsrechtlichen Möglichkeiten wenden Sie sich bitte an:

Widerspruchsrecht

Sie sind Eigentümer und möchten der Veröffentlichung Ihrer Gebäudedaten widersprechen? Bitte teilen Sie dem ZGB Ihren Widerspruch schriftlich unter Angabe der Gebäude-ID (erhalten Sie nach Klick auf Ihr Gebäude) mit. Ihre Daten werden dann aus der Internetdarstellung entfernt.

Zweckverband Großraum Braunschweig
Ansprechpartner: Fabian Meyer
E-Mail: f.meyer@zgb.de
Telefon 0531 2426259
Frankfurter Straße 2
38122 Braunschweig