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Grenzgänger - Wolfenbütteler Lebenswege in Ost und West

Ausstellung, montags geschlossen


09.08.2019 bis 09.01.2020

10 Uhr bis 17 Uhr

„Grenzgänger“ sind Menschen, die Trennendes überwinden – das können Staats- oder Landesgrenzen sein, aber auch ganz persönliche Grenzen. In den Jahren zwischen 1948 und 1961 gehörten die „Grenzgänger“ im Raum Berlin zum Alltag der deutsch-deutschen Teilung. Tausende pendelten täglich zwischen Ost und West und überwanden damit regelmäßig die Trennungslinien, die Deutschland zu einem geteilten Land machten.

Nach dem Mauerfall und der Grenzöffnung im Jahr 1989 verschwand die vorher so unüberwindbare deutsch-deutsche Grenze – zumindest äußerlich. Denn auch 30 Jahre nach diesen Ereignissen, die die meisten Deutschen als größte historische Errungenschaft bewerten, wird die deutsche Einheit noch immer intensiv diskutiert. Ist zusammengewachsen, was zusammengehört, wie Willy Brandt es formulierte? Nach dem Mauerfall und der deutschen Einheit war Deutschland beseelt von dem Gedanken, eins zu werden. „Deutschland, einig Vaterland“, dieser Vers aus der Nationalhymne der DDR wurde zu einer der wichtigen Losungen der Wendezeit.

Sind wir ein Volk? Staatsrechtlich steht dieses außer Frage, aber politisch, gesellschaftlich und zwischenmenschlich bleiben weiter Fragen offen. Ist die Einheit vollzogen, solange noch immer Wahlergebnisse und Lohnverhältnisse in Ost und West separat betrachtet werden? Was lief nach der Wende falsch und was hätte besser funktionieren können? Oder ist die Wiedervereinigung – ausnahmslos – eine Erfolgsgeschichte?

Diese und andere Fragen beantworten in der Ausstellung „Grenzgänger – Wolfenbütteler Lebenswege in Ost und West“ 21 Menschen aus ihrer persönlichen Perspektive. Sie sind in ihrem Leben aus beruflichen, privaten oder anderen Gründen aus Wolfenbüttel in die neuen Bundesländer gegangen oder von dort nach Wolfenbüttel gekommen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Beweggründe ihrer Ortswechsel, ihre Biografien und ihre beruflichen und privaten Erfahrungen in den letzten 30 Jahren. Alle Gesprächspartner zeigen sich auf einem Foto mit einem Gegenstand, der wichtig für ihr Leben ist und zur Erzählung beiträgt.

Die „Grenzgänger“ erzählen sehr persönlich und mit großer autobiografischer Tiefe ihre Geschichte – und damit deutsche Geschichte. Es sind Erzählungen von Freiheit und Enttäuschung, von Erwartung und Trennung, von neuen Anfängen und alten Lasten, von Erinnerung und Zukunft.

Flyer: Grenzgänger - Wolfenbütteler Lebenswege in Ost und West (PDF, 2,5 MB)

Neue Ausstellung “Grenzgänger“ im Bürger Museum