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Datum: 12.04.2026

Umzug ins Direktorhaus - Vorbereitung der Brandschutzmaßnahmen in der Bibliotheca Augusta

Zwölf Mitarbeitende der Handschriftenabteilung der Herzog August Bibliothek (HAB) ziehen vorübergehend in das neu renovierte Direktorhaus, wo Arbeitsplätze in sieben Büros auf rund 200 Quadratmetern zur Verfügung stehen.

Historisches Gebäude mit verziertem Eingangsbereich im Vordergrund; daneben ein moderner, schlichter Baukörper. Dazwischen liegt eine Grünfläche mit Bäumen. © Lars Wiedemann
Das Direktorhaus 2026, im Hintergrund das Magazingebäude der

„Der Umzug ins Direktorhaus lässt uns enger zusammenrücken und macht manche Wege weiter – aber der Charme des Gebäudes entschädigt uns dafür“, so Christian Heitzmann, Leiter der Abteilung Handschriften und Sondersammlungen an der HAB.

Das Direktorhaus wurde zwischen 1887 und 1890 unmittelbar hinter der Bibliotheca Augusta errichtet und 1969 umgebaut. Bis 2014 diente die Villa als Wohnhaus des jeweiligen Leiters der Herzog August Bibliothek, seit 1960 wird das Dachgeschoss als Restaurierungswerkstatt genutzt.

Hintergrund des Umzugs ist die umfassende brandschutztechnische Sanierung der Bibliotheca Augusta, mit der die Sicherheit von Menschen und wertvollen Beständen langfristig gewährleistet werden soll. Dafür wird das Gebäude nahezu vollständig geräumt: Bücher, Arbeitsplätze, Lesesaal und Fotowerkstatt werden vorübergehend in andere Gebäude auf dem Campus sowie in Container verlagert. Die Zentralen Dienste ziehen in den Kornspeicher um, während Fotowerkstatt und Lesesaal in Containern auf der Grünfläche zwischen Bibliotheca Augusta und Lessinghaus untergebracht werden. Die Renovierung des Direktorhauses wurde vom Staatlichen Baumanagement Braunschweig umgesetzt, während die HAB die Umzugsplanung übernahm.

Die Sanierung der Bibliotheca Augusta ist auf rund 22 Monate angelegt. Nächste Schritte sind Außenarbeiten, der Bau eines neuen Fluchtwegs auf der Ostseite, die Auslagerung weiterer Bestände im Sommer sowie der Aufbau von Containern im Herbst. Darüber hinaus wird das Gebäude vollständig freigezogen, sobald Ausweichflächen wie Container und Kornspeicher bereitstehen. Die Maßnahme unterstreicht, dass der Erhalt und die Nutzung historischer Bestände maßgeblich von einer funktionierenden baulichen und organisatorischen Infrastruktur abhängen, durch die ihre Erforschung und Restaurierung ermöglicht werden.

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