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Datum: 18.07.2022

Wolfenbütteler Stadtempfang - Gelungenes Benefiz­event für Wolfen­bütteler Tafel

„Es war mir ein wichtiges Anliegen, dass wir nach zwei Jahren Pause mit einem Bürgerfest für alle den Neustart wagen“, begrüßte Bürgermeister Ivica Lukanic die geladenen Gäste des Stadtempfangs. Zuvor hatte die Stadt schon zum Bürgerfest auf die Meesche eingeladen und für alle Bürgerinnen und Bürger einen sportlichen Spiel- und Spaßnachmittag gefeiert. In Summe wurden Fest umd Empfang zum gelungenen Benefizevent für die Wolfenbütteler Tafel - über 15.000 Euro kamen am Ende für den guten Zweck zusammen.

Gruppenfoto von drei Männern. © Stadt Wolfenbüttel
Erst im Bieterwettstreit, dann eine Bietergemeinschaft- Landtagsabgeordneter Björn Försterling und Philipp Cantauw boten gemeinsam 5000 Euro für einen Kochabend mit dem Bürgermeister
Der Bürgermeister steht an einem Rednerpult und spricht zu einer Gruppe Menschen. © Stadt Wolfenbüttel
Bürgermeister Ivica Lukanic begrüßte die geladenen Gäste zum Benefizevent auf der Meesche.

„Ich bin glücklich, dass eine große Zahl von Repräsentantinnen und Repräsentanten des öffentlichen Lebens aus unserer Stadt, der Region und des Landes meiner Einladung zu diesem Stadtempfang gefolgt sind“, so Lukanic. In Zeiten wie diesen sei dies aber nicht einfach. Die immer noch vorherrschende Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Aufnahme der Geflüchteten und jetzt die Herausforderungen der Kriegsfolgen, mit steigenden Energiepreisen einer Gasknappheit und wirtschaftlichen Herausforderungen. „Es ist lange her, dass wir als Gesellschaft unsere Handlungsschwerpunkte und die Sicht auf Wichtiges und weniger Wichtiges derart tiefgreifend verändern mussten, wie das derzeit der Fall ist“, so Lukanic.

„Die bedingungslose Einsatzbereitschaft aller Beteiligten, die ich in den ersten Monaten meiner Amtszeit erfahren durfte, erfüllt mich mit Stolz und lässt mich trotz der vielen Herausforderungen optimistisch in die Zukunft blicken. Mein besonderer Dank geht an alle ehrenamtlich Tätigen, an die Kolleginnen und Kollegen der Verwaltung, im Rathaus, in den Kindertagesstätten und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Krankenhaus und den weiteren städtischen Betrieben, die in den letzten Jahren und Monaten großartiges geleistet haben. Die Aufnahme der Menschen aus der Ukraine hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt in unserer Stadt funktioniert“, lobte der Bürgermeister.

Blick auf eine große Gruppe Menschen die vor einem Gebäude stehen. Davor ist eine Laufbahn zu sehen. © Stadt Wolfenbüttel
In einem neuen Format präsentierte sich in diesem Jahr der Wolfenbütteler Stadtempfang auf der Meesche. Als Benefizevent für die Wolfenbütteler Tafel und mit einem Bürgerfest am Nachmittag wurde mit den Besuchern gefeiert.

Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass es sich lohne, sich für den europäischen Gedanken stark zu machen. Ein geeintes einträchtiges europäisches Haus sei auch für uns hier in Wolfenbüttel ein Garant für Sicherheit und Stabilität. „Wir haben in den kommenden Jahren einiges vor und haben schon einiges auf den Weg gebracht. Im Klimaschutz bündeln wir die Kräfte und arbeiten intensiv daran, den Anteil regenerativer Energien für die Mobilität und den Verbrauch der Haushalte und insbesondere den der Stadt zu steigern. Wir werden Wohnraumangebote schaffen. Hierzu sind in den vergangenen Wochen wichtige Entscheidungen gefällt worden. Wir haben vor kurzen die Kita Entdeckerhafen am Södeweg eingeweiht. Die Planungen für die Feuerwehrgerätehäuser aus dem Feuerwehrbedarfsplan und die Erweiterung für das Gymnasium im Schloss schreiten voran“, blickt Lukanic auf die kommenden Wochen und Monate.

„Wenn wir in diesen Tagen erleben, wie sehr wir von den weltweiten Verflechtungen abhängig sind und wie sehr unsere Abhängigkeit von Energie nicht nur die öffentliche Debatte bestimmt, sondern inzwischen Teil unseres Alltags ist, so sehr werden wir uns anstrengen müssen Antworten auf die drängenden Fragen im Klimawandel, unserer Energieautarkie, der Versorgungssicherheit und auch zur Bewahrung unseres Wohlstandes zu finden. Digitalisierung, die Veränderung der Arbeitswelt, Integration und vieles andere mehr steht auf dem Zettel. Was auch immer uns in den kommenden Wochen und Monaten an Herausforderungen erwartet. Das Ziel für Wolfenbüttel steht fest: Hier bieten wir unseren Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft gute Perspektiven, beste Bedingungen zu leben und zu arbeiten. Als attraktiver Wohn- und Bildungsstandort mit der Anziehungskraft eines kulturellen Schwerpunkts in der Region, in Sicherheit und Frieden“, sagt der Bürgermeister.

Cheerleader in blau/schwarzen Trikots stehen aufeinander als menschliche Pyramide. © Stadt Wolfenbüttel
Verschiedene Vorführungen, wie die der Cheerleader, sorgten für Kurzweil

Die Spenden des Tages kommen der Wolfenbütteler Tafel zu Gute. „Die Tafel ist ein herausragendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement zum Wohle unserer Mitmenschen“, betonte Lukanic. Thomas Stoch und Juliane Liersch von der Tafel erläuterten, wie der aktuelle Bedarf an Lebensmitteln ist und wie viele Kundinnen und Kunden derzeit die Tafel im Großen Zimmerhof besuchen. 2007 wurde die Wolfenbütteler Tafel gegründet. Seitdem hat sich der Bedarf stets vergrößert. Aktuell werden 1400 Kundinnen und Kunden bedient. „Viele Tafeln, auch wir, arbeiten derzeit am Limit“, unterstreicht Juliane Liersch. Zum Glück bekomme die Wolfenbütteler Tafel aber genügend Lebensmittelspenden „Bei uns wird niemand abgewiesen und dies ist den Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken“, so Liersch. 60 bis 120 Kundinnen und Kunden werden von 18 ehrenamtlichen und 15 hauptamtlichen Helferinnen und Helfern versorgt. Familien dürfen einmal pro Woche, Alleinstehende alle 14 Tage kommen.

Eine besondere Ehrung wurde Henning Kramer und André Volke zuteil. Die beiden Unternehmer sind gut befreundet und haben sich unmittelbar nach Kriegsbeginn in der Ukraine am 24. Februar 2022 dafür eingesetzt, dass Menschen vor Ort versorgt werden oder sich hier in Wolfenbüttel in Sicherheit bringen konnten. Durch Kontakte in die Ukraine wussten sie genau, wo welche Unterstützung benötigt wurde. Solche bemerkenswerten Hilfstransporte und Unterstützungen sind in den letzten Monaten überall in Deutschland geleistet worden. Die beiden haben aber noch viel mehr getan: Sie haben für rund 100 Ukrainerinnen und Ukrainer Rundumpakete mit persönlicher Begleitung geschnürt. Sie haben im Freundes- und Bekanntenkreis freie Wohnungen gesucht und bei sämtlichen Formalitäten geholfen, die ein Vermieter erledigen muss. Dazu gehören nicht nur zahlreiche Papiere, sondern auch viele Gespräche mit Behörden. Diese Formalitäten und Behördentermine kamen natürlich auch auf die neu angekommenen Ukrainerinnen und Ukrainer zu und auch da waren die beiden sofort zur Stelle. Es ging weiter: Die Wohnungen mussten gemeinsam mit Ukrainerinnen und Ukrainern sowie weiteren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern möbliert werden. Sie haben die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner bei all den vielen kleinen und großen Fragen des Alltags nahezu rund um die Uhr unterstützt. Um möglichst viele Ukrainerinnen und Ukrainer zu erreichen, haben sie einen „Ukraine Stammtisch“ in der Veränder.Bar, unserem Jugend- und Kulturcafé hier in Wolfenbüttel, eingerichtet. Das Treffen findet seither wöchentlich statt und ist ein wichtiger Ort zum Austausch geworden. Sie haben den Nationalkader des ukrainischen Schwimmsports nach Wolfenbüttel geholt; Ihre gesammelten Erfahrungen und Kontakte in die Kooperation mit der ARGE zum Rechtskreiswechsel eingebracht und schließlich am 11. Juni das Ukrainefest organisiert.

„Lieber Henning und lieber André (in Abwesenheit), Ihr beide steht stellvertretend für alle Engagierten, die sich in den letzten Monaten eingebracht haben. Man hat Euch angemerkt, wie sehr ihr aus Überzeugung für die Hilfe am nächsten brennt und ihr habt Euch mit Herz und Seele eingesetzt. Ich danke Euch ganz besonders und allen Helferinnen und Helfern im Namen des Rates und der Stadt für diesen großartigen Einsatz“, dankte Lukanic.

Mit Spannung erwartet wurde schließlich die Versteigerung eines Kochabends mit dem Bürgermeister, die sich zu einer kleinen Bieterschlacht entwickelte und am Ende in einer Bietergemeinschaft landete. Für 5000 Euro erhielten Björn Försterling und Philipp Cantauw den Zuschlag. Und auch dem Kochabend wird ein Kochevent. Am Schmidt-Terminal wird nun gemeinsam mit dem Bürgermeister an der Gulaschkanone gekocht und die Speisen wird es dann ebenfalls für den guten Zweck geben, wie Försterling und Cantauw erklärten.

Fotos und Video

Flickr-Fotoalbum: Benefizevent und Stadtempfang

Link zum Youtube-Video: Bürgerfest Stadt Wolfenbüttel

Kontakt

Stadtverwaltung Wolfenbüttel